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Mitteilung vom 15.10.10

Foto zur MitteilungFortschritt im Revier: Marcus Kiel (l.) und Dietmar Osses präsentieren das Kunstwerk mit 350 Bergarbeiterstiefeln, das anlässlich der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 neu installiert wurde.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Fortschritt im Revier

Industriemuseum Zeche Hannover übergibt Kunstinstallation

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Bochum (lwl). 350 Paar Bergarbeiterstiefel stehen vor dem eindrucksvollen Maschinenhaus der Zeche Hannover in Bochum. Sie folgen dem Weg der Bergleute von der ehemaligen Waschkaue hin zum Schacht 2 der Zeche Hannover, in dem die Kumpel vor Stilllegung der Zeche im Jahr 1973 Schicht für Schicht eingefahren sind.
"Fortschritt" ist der Titel der Installation, die der Bochumer Künstler Marcus Kiel für das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover installiert hat.

Bereits 1998 hatte Kiel das Kunstwerk entworfen und für die Eröffnung des Museumsstandorts installiert. Nach mehr als zehn Jahren in Wind und Wetter hatten sich die Materialien jedoch bis zu Unkenntlichkeit aufgelöst.

"Die Kulturhauptstadt Ruhr.2010 war für uns ein willkommener Anlass, das Kunstwerk zu erneuern", freut sich Museumsleiter Dietmar Osses. "Die Arbeit von Marcus Kiel zeigt sich mit den Fragen nach der Richtung und nach den Kosten des Fortschritts heute erneut als aktueller Kommentar auf die laufende Energiedebatte", so Osses weiter.

Für die Erneuerung der Installation konnte das Museum auf die Hilfe der RAG Aktiengesellschaft zählen, die die ausrangierten Bergarbeiterstiefel aus der Zeche Prosper in Bottrop bereit stellte.

Der Künstler Marcus Kiel stellt den niederschwelligen Zugang zu seinem Kunstwerk in den Vordergrund: "Gerade die Alltäglichkeit der Schuhe spricht viele Menschen unmittelbar an", meint der Künstler. Das könne dann den Weg zu weitergehenden Fragen öffnen: "Wenn man sich die Bergarbeiter in den Schuhen vorstellt und die Geschichte dieses Ortes vergegenwärtigt, stellt sich schnell die Frage, wie sich mit dem Weggang des Bergbaus und dem Strukturwandel auch die Identität der Menschen verändert", so Marcus Kiel.

Da das Kunstwerk in der Vergangenheit viele Besucher nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Anfassen angeregt hat, hat Marcus Kiel die Stiefel nun mit langen Schrauben im Boden fixiert. So soll der Eindruck der fortschreitenden Menge möglichst lange erhalten bleiben.
Die Installation ist während der Öffnungszeiten des Museums (noch bis 31.10. Mi-Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr) frei zugänglich.

Kontakt:
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Info: Tel. 0234 6100-874
http://www.lwl-industriemuseum.de



Pressekontakt:
Dietmar Osses, LWL-Industriemuseum, Tel. 0231 6961-231 und Karl G. Donath, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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