LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 14.09.10

Foto zur MitteilungDiese historische Postkarte zeigt das 1907 nach Plänen des Architekten Paul Engler errichtete Bochumer Theater. 1914/15 erfolgte ein kompletter Umbau. Auf den Fundamenten des zerstörten Gebäudes entstand nach dem Zweiten Weltkrieg das heutige Schauspielhaus.
Foto:LWL


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Presse-Infos | Kultur

Theater und Museen im Revier

Vortrag im LWL-Industriemuseum über 150 Jahre Kulturgeschichte

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Bochum (lwl). Um Theater und Museen im Revier geht es bei einem Bildvortrag, zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Donnerstag, 16. September, in sein Bochumer Industriemuseum Zeche Hannover einlädt. Thomas Parent, stellvertretender Direktor des LWL-Industriemuseums, nimmt die Besucher um 20 Uhr mit auf eine Zeitreise durch 150 Jahre Theater- und Musemsgeschichte im Ruhrgebiet. Der Vortrag findet begleitend zur aktuellen Ausstellung "Kumpel Anton, St. Barbara und die Beatles" statt. Interessierte haben um 19 Uhr Gelegenheit zu einer Führung durch die kulturgeschichtliche Schau. Der Eintritt ist jeweils frei.

"Im Ruhrgebiet begann eine niveauvolle Theatergeschichte deutlich später als in den klassischen deutschen Kulturregionen mit ihren renommierten Hoftheatern", erläutert Parent. Während der In-dustriellen Revolution prägten Wanderbühnen mit ihrem Lustspielprogrammen das Kulturleben im Revier. Eine deutliche Qualitätssteigerung sei erst gelungen, als die Großindustrie um 1900 die Ensembles und Orchester regelmäßig subventionierte und den Bau von repräsentativen Tonhallen und Theaterbauten unterstützte. In Essen stifteten Friedrich und Wilhelmine Grillo ein Stadttheater, das heute ihren Namen trägt. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhundert fanden manche Revierbühnen dann auch qualitativ den Anschluss an das Weltniveau, namentlich Bochum mit Saladin Schmitt und Essen mit Rudolf Schulz-Dornburg als Intendanten. Aus der zweiten Jahrhunderthälfte hebt Parent in seinem Vortrag zwei revierspezifische Veranstaltungszyklen hervor: die Reck-linghäuser Ruhrfestspiele mit ihrem Motto "Kunst für Kohle" sowie die Ruhrtriennale mit ihrem Konzept, prominente Industriedenkmale als innovative Spielstätten zu nutzen.

Auch die Museumsgeschichte des Reviers setzte erst spät ein. Thomas Parent: "In den Industriestädten engagierten sich Bürger zunächst für die Sammlung von Objekten aus Geologie und Na-turkunde sowie aus der bäuerlichen und handwerklichen Vergangenheit ihrer Region. Währenddessen sammelten einzelne Großindustrielle wertvolle Gemälde, Kunstgewerbe oder auch völker-kundliche Objekte aus aller Welt." In Duisburg sicherte man sich den Nachlass des Bildhauers Wilhelm Lehmbruck; in Essen gelang 1922 der Ankauf der Sammlung Folkwang. Bochum erreichte durch die museale Sicherung der Überlieferung des Bergbaus internationales Ansehen. Ein neuer Museumstyp wurde vor 30 Jahren von den Landschaftsverbänden Westfalen-Lippe und Rheinland mit der Umwandlung von Zechen und Fabrikbauten in Industriemuseen geschaffen.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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