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Mitteilung vom 03.09.10

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Vortrag zu "Arbeitswelt und Literatur" im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover

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Bochum (lwl). Dass Literatur zur Arbeitswelt nicht nur "Schaffen in Dunst und Qualme" beschreibt, können Besucher der Zeche Hannover am Donnerstag, 9. September, bei einem Vortrag mit vielen Leseproben erleben. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt um 20 Uhr zu der Veranstaltung in sein Bochumer Industriemuseum ein.

Hanneliese Palm, Leiterin des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt, stellt im Rahmen einer neuen Vortagsreihe zur Kulturgeschichte des Ruhrgebiets Dichter und Schriftsteller und ihre Texte aus zwei Jahrhunderten vor. Das Spektrum der Autoren reicht von Novalis bis Burkhart Spinnen. Mit dabei sind auch Mitglieder der Dortmunder Gruppe 61 wie Max von der Grün oder Günther Wallraff. Die Texte der Autoren dokumentieren sowohl den romantischen Blick und die Verklärung der Arbeit als auch die Klage über Not und Elend sowie den Kampf der Arbeiterbewegung. Auch die Arbeit im digitalen Zeitalter ist mittlerweile Thema in der Literatur.

Die Vortragsreihe ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung "Kumpel Anton, St. Barbara und die Beatles", die eine heute weitgehend vergessene Kulturgeschichte des Reviers wieder lebendig werden lässt - eine Geschichte, die sich zwischen Traditionspflege und moderner Kunst, Bergarbeiterkultur und Pop entfaltete. Bergmännische Gedichte, Romane und Erzählungen stehen angesichts der Ausstellung und des Veranstaltungsortes Zeche Hannover im Mittelpunkt. Die Auswahl berücksichtigt aber auch andere Aspekte und wirft Schlaglichter auf die Entwicklungsstufen der Literatur über die Arbeitswelt.

Mit kurzen Textauszügen und Literaturhinweisen regt der Vortrag dazu an, die Fährte alter und neuer Texte aufzunehmen, selbst weiter zu lesen oder zum Beispiel in der Bibliothek des Fritz-Hüser-Instituts weitere Autoren für sich zu entdecken.

Für Interessierte gibt es um 19 Uhr noch eine Führung durch die Ausstellung. Vortrag und Führung sind kostenfrei.

Vortrag
Do. 9.9.2010, 20 Uhr
Führung durch die Ausstellung: 19 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz

LWL-Industriemuseum Zeche Hannover

Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Tel. 0234 6100-874
http://www.lwl-industriemuseum.de



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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