LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 12.08.10

Foto zur MitteilungLWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch (r.) sowie (v.l.) Museumsdirektor Dr. Alfred Hendricks und Astronom Dr. Björn Voss begrüßen den Jubiläumsgast Alois Brüggemann und seine Lebensgefährtin Agathe Horsthemke.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungIm Planetarium Münster des LWL wurde der 3 Mio. Besucher begrüßt.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungDer Sternensaal wurde in diesem Jahr modernisiert.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungDas Planetarium Münster ist deutschlandweit das einzige Großplanetarium in einem Naturkundemuseum.
Foto: NASA


Foto zur MitteilungDie neue Fulldome-Anlage im Sternensaal zeigt derzeit die weltweit schärfste digitale Bildqualität.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungDer Sternenprojektor projiziert seit 1998 die Sterne an die Kuppel des Planetariums.
Foto: LWL/Oblonczyk


Zum Herunterladen bitte mit der linken Maustaste auf das Foto klicken. Nachdem sich das neue Fenster geöffnet hat, bitte das Foto mit der rechten Maustaste speichern.

Die zum Download angebotenen Fotos dürfen nur mit Fotonachweis und gemeinsam mit der Pressemitteilung oder dem Thema verwendet werden, in deren Zusammenhang sie veröffentlicht wurden. Eine gesonderte Verwendung der Fotos ist nicht gestattet. Bei Ausstellungen ist die Reproduktion nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zur Ausstellung erlaubt. Bei einer anderweitigen Nutzung sind Sie verpflichtet, selbständig die Fragen des Nutzungsrechts zu klären.

Presse-Infos | Kultur

Dreimillionster Besucher im Planetarium Münster begrüßt

Bewertung:

Münster (lwl). Es ist schneller gekommen, als erwartet. Rechnete das Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde aufgrund seiner Bauphase und der damit verbundenen Schließzeit im Frühjahr doch erst später damit: Der dreimillionste Besucher hat am Donnerstag (12.8.) das Planetarium des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) besucht.

Für Jubiläumsgast Alois Brüggemann (77 Jahre) war das eine große Überraschung. Gemeinsam mit dem Heimatverein Ense Bremen (Kreis Soest) besuchte der pensionierte Kraftfahrer heute das Museum zum ersten Mal und war zusammen mit seiner Lebensgefährtin Agathe Horsthemke (71) schon sehr gespannt, den Sternenhimmel mit Sternschnuppen im Planetarium betrachten zu können. Auf Alois Brüggemann wartete ein besonderer Preis im Wert von über 1000,- Euro: Das Planetarium lädt Alois Brüggemann ein zu einem Termin seiner Wahl 255 Freunde mitzubringen und eine exklusive Sondervorführung der neuen Show "Faszination Weltall" im klimatisierten Sternensaal zu sehen.

Das Planetarium wurde 1981 eröffnet. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 20 Metern und über 260 Sitzplätze. Damit zählt der Sternensaal, der mitten im LWL-Museum liegt, zu den acht Großplanetarien, die es heute in Deutschland gibt. Auch heute noch ist das Museum das einzige in Deutschland, das unter seinem Dach gleichzeitig auch über ein Großplanetarium verfügt.

Weltweit einmalig ist die digitale Bildauflösung des neuen Fulldome-Systems, weshalb sich das Planetarium in Münster nun als das "schärfste Planetarium der Welt" bezeichnen darf. Das Planetarium zählt heute zu den besucherstärksten in Deutschland.

"Das Jahr hat für uns trotz Schließung des Hauses für sechs Wochen stark angefangen und daher dürfen wir schon heute den dreimillionsten Besucher willkommen heißen", sagte LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch. "Unser Ziel ist es, das Planetarium weiterhin als einen außerschulischen Lernort zu etablieren, der die Geschichte unseres Universums mit Moderne und Innovation vereint. Touristen, Schulklassen, Kinder, Familien und Sternenfans sprechen wir gleichermaßen mit unterschiedlichen Shows, ungewöhnlichen Angeboten wie Lesungen unterm Sternenhimmel und großartigen Events an", so Museumsdirektor Dr. Alfred Hendricks.

Die Besucherstatistik der vergangenen Jahre ist positiv: In den ersten sechs Wochen nach der Eröffnung nahmen rund 18.000 Menschen an den Programmen im Planetarium teil. Der einmillionste Besucher des Planetariums konnte bereits 1989 begrüßt werden. Bis zum Jahresende 2009 waren es 2,9 Millionen Besucher.

Hintergrund
Die Geschichte des Planetariums in Münster begann 1965, als der LWL beschloss, einen Neubau für das Naturkundemuseum zu errichten und ein Planetarium ins Museumsgebäude aufzunehmen. Die damalige Idee der Museumsleitung, ein Großplanetarium in das Naturkundemuseum einzubinden, war in Deutschland neu und ist bis heute einmalig.

Der LWL trat mit der Bitte um Finanzierung des Planetariums in seinem Museumsneubau an die Stadt Münster heran. Das Konzept überzeugte die Politiker der Stadt. Sie finanzierte den Bau des Planetariums vollständig und stellte außerdem eine einmalige Summe für die Betriebskosten bereit, alles zusammen 8,5 Millionen DM. Das Planetarium ging in das Eigentum des LWL über.

Im Januar 1981 lieferte die Firma Zeiss aus Oberkochen das Herzstück des Planetariums, den Sternenprojektor. Dieses "Modell V" genannte Gerät ist rund fünf Meter lang und hantelförmig. Es wurde von einem Regiepult aus bedient, auf dem über 100 Schalter und Signaleinrichtungen bedient werden konnten. Die gesamte mechanische und optische Steuerung erfolgte in jeder einzelnen Vorführung manuell. Dieser Sternenprojektor wurde ergänzt durch mehrere Diaprojektoren, mit denen Vorgänge im Weltall anschaulich dargestellt werden konnten.

Am 13. November 1981 wurde das Planetarium im Neubau des Museums eröffnet. Obwohl die übrige Ausstellungsfläche noch Baustelle war, nahm die Öffentlichkeit das Planetarium sofort gut an. Auch technisch wurde das Planetarium weiterentwickelt: Weitere Dia- und Videoprojektoren wurden nach und nach installiert.

Nach 17 Betriebsjahren erfolgte 1998 ein Wechsel des zentralen Planetariumsprojektors. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten etwa zwei Millionen Menschen das Planetarium besucht. Der hantelförmige alte Sternenprojektor wurde ausgebaut, er ist heute im Eingangsbereich des Planetarium zu besichtigen. Stattdessen wurde im Planetarium der neue Sternenprojektor "Universarium Modell VIII" der Firma Carl Zeiss Jena GmbH installiert.

Dieses Gerät besteht aus einer zentralen Kugel zur Projektion der Fixsterne, dem so genannten Starball, und acht daneben stehenden Projektoren für die Planeten des Sonnensystems. Durch Einsatz von Glasfaseroptik sind diese neuen Projektoren wesentlich lichtstärker und liefern eine viel naturgetreuere Nachbildung des Sternenhimmels als es vorher möglich war. Anders als bisher kann der neue Projektor nicht nur manuell, sondern auch durch einen Computer gesteuert werden. Im Zuge der Umbauten wurde außerdem eine Laser-Anlage zur Unterstützung der visuellen Erklärungen eingebaut.

Im Mai diesen Jahres eröffnete das Planetarium nach sechswöchiger Modernisierung des gesamten Planetariums mit einer neuen "Fulldome-Projektionsanlage" und dem etablierten, aber neu angepassten Sternenprojektor. Die alten Diaprojektoren wurden durch ein System hochauflösender Videoprojektoren, die sogenannte Fulldome-Technik, ersetzt. Die neuen Projektoren werfen ein riesiges, den Besucher umgebendes Computerbild an den Planetariumshimmel. Dabei erreichen sie eine in europäischen Planetarien bisher unbekannte Bildauflösung von 35 Megapixeln. Hendricks: "Im Sternensaal in Münster kann man ab jetzt die schärfsten digitalen Himmelsbilder der Welt sehen." Die sechs neuen Projektoren fallen sofort auf, denn sie sind in großen, dunklen Kästen an vier Stellen im Besucherbereich jeweils in den hinteren Reihen des Raumes aufgestellt. Einige Sitzplätze fielen weg, um Platz für die neuen Geräte zu schaffen. Weitere fühlbare Neuerung für die Besucher: Die dreh- und kippbaren Stühle wurden komplett überarbeitet. Neben der bequemen, verbesserten Polsterung gibt es jetzt Kopfstützen.

Die Angebote des Planetariums umfassen allgemeine Programme, die sich an alle Besucher richten, Kinderprogramme für Familien mit kleinen Kindern, und Auswahlprogramme, die insbesondere von den Schulklassen wahrgenommen werden. Darüber hinaus bietet das Planetarium die Lesungsreihe "Lesungen unterm Sternenhimmel" sowohl für Erwachsene als auch für Familien und Kinder sowie Sondervorträge und Events zu interessanten und aktuellen astronomischen Themen.

LWL-Museum für Naturkunde
Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium
Sentruper Straße 285
48161 Münster

Eintritt:
Erwachsene 5,50 Euro, Kinder 3,00 Euro, Familien 13,00 Euro
Öffnungszeiten:
Dienstags bis sonntags, wechselnde Veranstaltungszeiten
Weitere Informationen unter:
http://www.lwl-planetarium-muenster.de



Pressekontakt:
Karl G. Donath, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Naturkunde
Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium
Sentruper Str. 285
48161 Münster
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


Der LWL auf Facebook:
http://www.facebook.com/LWL2.0







Ihr Kommentar




zu den aktuellen Presse-Infos