LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 01.07.10

Foto zur MitteilungGlasmacher bei der Arbeit am Ofen.
Foto: LWL/Holtappels


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Presse-Infos | Kultur

Vom Kuttrolf zum Stangenglas

Thementag im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim

Bewertung:

Petershagen (lwl). Nicht nur bei Sammlern sind sie beliebt: kostbare Gläser des Mittelalters. Welche Arten von Glas kann¬ten die Menschen des Mittelalters? Wie stellte man sie her? Um dieses Geheimnis zu lüften, lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 4. Juli, in das LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim zum Thementag 'mittelalterliches Glas'.

Im Mittelalter galt mundgeblasenes Glas als erlesene Kostbarkeit, die nur zu besonderen Zwecken hergestellt wurde. Vorwiegend der Adel verwendete gläserne Becher und Flaschen. Diese Hohlgefäße zeigen einfache Formen, sind aber bereits mit charakteristischen Techniken verziert. Die Epoche brachte eigenständige Typen von Hohlglas hervor, so zum Beispiel den Nuppenbecher, der mit kleinen aufgesetzten Glas-'Noppen' verziert ist. Komplizierter ist ein Kuttrolf - die 'Gluckerflasche' - gestaltet: Der Hals dieser kompliziert aufgebauten Flasche besteht aus mehreren verschlungenen Röhren, so dass beim Ausgießen ein glucksendes Geräusch entsteht.

Aber wie werden Stangenglas, Nuppenbecher, Rippenbecher oder Kuttrolf geblasen? Welche Techniken wandten die Glasmacher des Mittelalters an? All dies demonstrieren die Glasmacher Korbinian Stöckle und Torsten Rötzsch; sie stehen den Besuchern auch gern für Fragen zur Verfügung.

Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.



Pressekontakt:
Katrin Holthaus, LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim, Telefon: 05707 9311-30, und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Gernheim 12
32469 Petershagen-Ovenstädt
Karte und Routenplaner



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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