LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 01.07.10

Foto zur MitteilungDie CD-Rom "Säen und Ernten".
Foto: LWL/Sobke


Foto zur MitteilungMenschen auf dem Hof Vornholt in Borken-Weseke um 1900.
Repro: LWL


Foto zur MitteilungDer Hof Vornholt aus der gleichen Perspektive im Jahr 1990.
Repro: LWL


Foto zur MitteilungThomas Brüggemann, 1. Beigeordneter der Stadt Velen (4.v.), Velens Bürgermeister Christian Schulze Pellengahr (6.v.l.) und Dr. Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen (8.v.l.) freuen sich mit den Projektbeteiligten und den Droskerkerls aus Velen über die neue CD-Rom.
Foto: LWL/Sobke


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Presse-Infos | Kultur

"Säen und Ernten": Neue CD-Rom beleuchtet den Weg

Bewertung:

Münster/Velen (lwl). Der Geschichte der Landwirtschaft zwischen Ruhr und Weser ist eine neue CD-ROM gewidmet, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zusammen mit der Gemeinde Velen (Kreis Borken) produziert entwickelt hat. 50 ausgewählte Bilder und ein umfassendes Textheft beleuchten eine Fülle von Themen rund um "Säen und Ernten" und machen das Medium zu einer Fundgrube für die Bildungsarbeit.

Zu Beginn sowohl der Arbeit des Landwirtes als auch der CD-ROM steht die Vorbereitung des Bodens. In Heinrich Aldegrevers Kupferstich von 1540 rodet der aus dem Paradies vertriebene Adam mühsam das Land. Eine in Münster-Altenroxel erhaltene Steinskultur zeigt den Bauern Philipp Richter mit Frau und Kind am Küchentisch. Dieser Philipp Richter führte im Münsterland kurz vor Mitte des 19. Jahrhunderts die Drainage mit Tonröhren ein, die feuchte Böden entwässerte, besser befahr- und bearbeitbar machte und zu höheren Ernteerträgen führte. Richter gründete eigens eine Ziegelei, in der die Tonröhren hergestellt worden sind.
Zu Beginn der Modernisierung der Landwirtschaft stand also zunächst eine Verbesserung des Ackerbodens. Nicht nur der Stallmist, auch Vogelkot als Naturdünger aus Südamerika, der Guano, wurde auf die Äcker gebracht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts folgte der Kunstdünger.

Der nächste Schritt war die Einführung von Maschinen: Ein Bild der CD-ROM zeigt Maximilian von Landsberg-Velen mit Lokomobile und Moorpflug bei Kultivierungsarbeiten.
"Auf uns wirken diese Landmaschinen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wie schnaufende und rumpelnde Urzeit-Ungetüme. Sie markieren aber den Beginn einer rasant verlaufenden Technisie-rung", sagte Dr. Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums bei der Präsentation der CD-Rom am Donnerstag (01.07) im Mühlenhofmuseum in Münster. Mit steigendem Interesse an landwirt-schaftlichen Maschinen begannen die örtlichen Schmiede und Schreiner englische Maschinen nachzubauen. Aus diesen Kleinbetrieben entwickelte sich in Westfalen eine Reihe namhafter Landmaschinenhersteller.
Transmissionsriemen stellten die Verbindung zwischen Wasserturbinen oder Elektromotoren und Maschinen verschiedenster Art her. Die menschliche und tierische Arbeitskraft wurden ersetzt. "Das wohl eindrucksvollste Bildpaar zeigt die Menschen auf einem Westmünsterländer Bauernhof um 1900 und 1990", erklärt der Bürgermeister der Gemeinde Velen, Christian Schulze Pellengahr. "Von einst 22 Mitgliedern der bäuerlichen Großfamilie, Mägden und Knechten mit Arbeitsgeräten sind der Bauer mit seiner Frau und seinem Sohn sowie zwei Traktoren verblieben."

"Oft ergeben sich Erkenntnisse erst aus dem Vergleich", weist Köster auf einen wesentlichen konzeptionellen Aspekt des neuen Mediums hin. "Die ausgewählten Bildmotive stellt die CD-Rom daher durchgängig in Form von Bildpaaren vor und erläutert sie. Bei der Erstellung dieser CD-ROM haben wir nicht nur an die Schulen gedacht. Die 25 Bildpaare eignen sich auch ganz hervorragend für Veranstaltungen der Heimatvereine, um die durchgreifenden Änderungen in der Landwirtschaft vor Augen zu führen".


Säen und Ernten
Der Weg der westfälischen Landwirtschaft in die Moderne

CD-ROM mit Textbegleitheft, 9,90 Euro
Zu beziehen über das LWL-Medienzentrum für Westfalen,
Fürstenbergstraße 14, 48147 Münster
E-Mail: www.medienzentrum@lwl.org
oder im "Lebendigen Museum", Velen, http://www.lebendige-museen.de



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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