LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 31.05.10

Foto zur MitteilungDie historische Fördermaschine dreht sich bei den Erlebnisführungen im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover an Fronleichnam.
Foto: LWL / W. Fischer


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Presse-Infos | Kultur

Fördermaschine dreht sich für Besucher

Führungen im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover

Bewertung:

Bochum (lwl). Gleich drei Sonderführungen bietet der Landschaftsverband Wesfalen-Lippe (LWL) an Fronleichnam (3.6.) und am Samstag (5.6.) in seinem Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum an.

Was hat eine Zeche mit Fahrstuhltechnik zu tun? Warum gibt es heute im Ruhrgebiet Hügel, wo sich früher flaches Land erstreckte? Zechengeschichte im Schatten des Malakowturms ist das Thema der Erlebnisführung am Donnerstag, 3. Juni (Fronleichnam), um 12 und 15 Uhr. Die Besucher erhalten einen Einblick in die wechselhafte Geschichte der Zeche in Bochum-Hordel. Die schwierigen Anfänge in den 1840-er Jahren werden ebenso beleuchtet, wie die Hochphase der Großzeche Hannover / Hannibal Ende des 19. Jahrhunderts. Beim Gang auf den Malakowturm und bei der Schauvorführung der Fördermaschine können die Besucher die technischen Innovationen der damaligen Zeit hautnah erleben und sehen, wie wichtig die damaligen Innovationen für unseren heutigen Lebensalltag sind.

Wie sah der Alltag in den industriellen Gemeinden um 1900 aus? Das erfahren Teilnehmer einer Führung am Samstag, 5. Juni. Zur Zeit des Bergbaus im Revier kam das Wohnen in der Nähe des Arbeitsplatzes sowohl dem Bergmann als auch dem Bergwerk zu Gute. Einerseits ermöglichte es dem Bergmann nach der Arbeit zu Fuß nach Hause zu gehen, andererseits verlor das Unterneh-men seine Belegschaft auch nach Feierabend nicht aus den Augen.

Der historische Rundgang (Beginn 15 Uhr) führt über die Kleinkolonie "Am Rübenkamp" und die "Eickeler Kolonie" mit ihrer symmetrischen Reihung zur Siedlung "Dahlhauser Heide", die Alfred Krupp in den Jahren 1907-1915 als Arbeiterdorf mit westfälischen Bauernhäusern errichten ließ. Den Abschluss der Zeitreise durch die Geschichte der Bergarbeitersiedlungen bildet ein Abstecher zu den "Montagehäusern System Schneider", die 1948 errichtet wurden, um die drängende Wohnungsnot in der Nachkriegszeit zu lindern.

Erlebnisführung durch die Zeche Hannover
Do, 3.6.2010, 12 und 15 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Kosten: 2,50 EUR pro Person

Geschichtstour: Wohnen auf der Seilscheibe
Sa, 5.6.2010, 15 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Kosten: 2,50 EUR pro Person

LWL- Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Info: Tel. 0234 6100 874
http://www.lwl-industriemuseum.de



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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