LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 11.05.10

Foto zur MitteilungMit der Pfeife aufgenommenes Millefiori-Mosaik.
Foto: LWL/Holtappels


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Presse-Infos | Kultur

Venezianisches Millefiori-Glas im Gernheimer LWL-Industriemuseum

Themensonntag zum Internationalen Museumstag 2010 in der Glashütte

Bewertung:

Petershagen (lwl). Anlässlich des Internationalen Museumstages am 16. Mai lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu einer exotischen Vorführung in das LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim: Von 10 bis 18 Uhr stellt Glasmacher Torsten Rötzsch Glasobjekte in der venezianischen Millefiori-Technik her.

Die Technik des Millefiori kannten bereits die Römer: Glasstäbe mit geringem Durchmesser werden der Länge nach zusammengelegt und miteinander verschmolzen. Nach dem Abkühlen werden sie buchstäblich in kleine Scheibchen geschnitten. Deren Querschnitt ergibt das typische Blumenmuster des 'millefiori'. Um z.B. eine Schale herzustellen, ordnet der Glasmacher diese Glasscheibchen in einer ofenfesten Form an. Durch erneutes Erhitzen verschmelzen die Plättchen und nehmen die Gestalt der Metallform an. Die Kunst des 'millefiori' dient vor allem dekorativen Zwecken: Zierliche Perlen oder Ohrgehänge entstanden traditionell in dieser Handwerkskunst. Gegenwärtig entdeckt das Glasdesign die Technik wieder, nutzt wie aber zu neuen Gestaltungszwecken.

Die Arbeit in der Millefiori-Technik ist sehr aufwendig: Glasmacher Torsten Rötzsch verwendet Millefiori-Stäbe, die er zuvor selbst gezogen und miteinander verschmolzen hat. Für seine Glas-objekte verwendet er sowohl die typischen Millefiori-Stäbe als auch modern gestaltete Glasstäbe. Sie werden auch vor den Augen der Besucher am Ofen gezogen und weiterverarbeitet: Rötzsch legt aus den Glasplättchen ein Mosaik, das er anschließend mit der Pfeife aufnimmt. Auf diese Weise entsehen Hohlglasobjekte, deren Wandung die Millefiori-Technik besonders prächtig er-scheinen läßt. Dabei arbeitet Rötzsch natürlich nicht in der Art der alten Römer, sondern entwickelt neue Verfahren und Entwürfe.

Das Museum ist am 16.5.10 von 10 bis 18 Uhr geöffnet.



Pressekontakt:
Katrin Holthaus, LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim, Telefon: 05707 9311-30, und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Gernheim 12
32469 Petershagen-Ovenstädt
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