LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 03.05.10

Foto zur MitteilungEröffneten die Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes (DMB) im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern: (v.l.) Hans-Henrich Grosse-Brockhoff, Staatssekretär für Kultur des Landes NRW, Manfred Sauer, Bürgermeister der Stadt Dortmund, LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch und DMB-Präsident Prof. Dr. Michael Eissenhauer.
Foto: LWL/Holtappels


Foto zur MitteilungGastgeber der Tagung in Dortmund: Wolfgang E. Weick (v.l.), Leitender städtischer Museumsdirektor, Dr. Gerhard Kilger, Leiter der DASA (Deutsche Arbeitsschutzausstellung), Prof. Dr. Michael Eissenhauer, Präsident des Deutschen Museumsbundes, und Dirk Zache, Direktor des LWL-Industriemuseums.
Foto: LWL/Holtappels


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Presse-Infos | Kultur

"Museen im Zeichen gesellschaftlichen Wandels"

Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes in Dortmund

Bewertung:

Dortmund (lwl). In Dortmund diskutieren seit Montag und noch bis kommenden Mittwoch über 350 Teilnehmer aus den Museen, der Kulturpolitik und der interessierten Öffentlichkeit über die Auswirkungen, die die gesellschaftlichen Veränderungen auf Museen und ihr Selbstverständnis haben. Nach fast 25 Jahren ist der Deutsche Museumsbund, die bundesweite Interessensvertretung der deutschen Museen und ihrer Mitarbeiter, damit wieder mit einer Jahrestagung in Dortmund zu Gast. Die Tagung, die in diesem Jahr unter dem Motto "Kulturelles Erbe und Transformation. Museen im Zeichen gesellschaftlichen Wandel" steht, begann am Sonntag traditionell mit einem umfangreichen Exkursionsprogramm. Fünf thematische Touren durch die Stadt und das Umland boten den Teilnehmern die Möglichkeit, sich über den Strukturwandel Dortmunds und die Entwicklung der vielfältigen Museumslandschaft zu informieren.

Der Deutsche Museumbund folgt einer Einladung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund, des LWL-Industriemuseums Zeche Zollern sowie der DASA - Deutsche Arbeitsschutzausstellung. "Wir sind der Einladung nach Dortmund im Jahr der Europäischen Kulturhauptstadt besonders gern gefolgt", so Prof. Dr. Michael Eissenhauer, Präsident des Deutschen Museumsbundes. "Dortmund hat eine lebendige Museumslandschaft und viele der Fragen, die die Europäische Kulturhauptstadt stellt, sind Fragen, mit denen wir uns als Museumsleute ebenfalls auseinandersetzen." Internationale Referenten reflektieren während der Tagung, wie sich das Museum angesichts der multikulturell geprägten Gegenwart Europas heute definiert und welche Bezüge in der zunehmend globalisierten Welt bestehen. Dabei finden vor allem die Museen Berücksichtigung, die sich in ihren Konzeptionen, Ausstellungsplanungen und Programmen bereits durch einen veränderten Blick auf das kulturelle Erbe auszeichnen. Von den neuen Fragestellungen betroffen sind Museen aller Sparten, von der Kultur- bis zur Naturwissenschaft. Als Beispiele, wie sich der Museumsbund dieser Fragestellungen annimmt, verwies der Präsident auf das kürzlich erschienene Me-morandum "Museum - Migration - Kultur - Integration" und die daraus re-sultierende Gründung eines Arbeitskreises sowie auf ein gerade mit vielen Partnern begonnenes Projekt "KulturGut vermitteln - Museum bildet!" zur bundesweiten Erfassung von Vermittlungsprojekten für Kinder, Jugendliche, Senioren und Menschen mit Migrationshintergrund.

"Die Museumslandschaft der Stadt Dortmund hat sich in den vergangenen 25 Jahren grundlegend gewandelt", so Wolfgang E. Weick, leitender städtischer Museumsdirektor, und verwies als vorläufigen Höhepunkt auf die anstehende Eröffnung des Dortmunder U - Zentrum für Kunst und Kreativität. "Die im Tagungstitel formulierte Transformation wird anhand der Dortmunder Museen erlebbar", so Weick weiter. "Beispielhaft erfahren wir im Ruhrgebiet, wie der gesellschaftliche Wandel Impuls und Motor für die Kulturszene sein kann", betonte Dirk Zache, Direktor des LWL-Industriemuseums. Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat insgesamt acht Standorte; die Zeche Zollern ist die Zentrale und einer der Hauptveranstaltungsorte der Tagung. "Es gibt im Revier keinen symbolträchtigeren Ort für das Thema Transformation", so Zache. Denn die Rettung des Bergwerks mit seiner berühmten Maschinenhalle im Jahr 1969 gilt als Geburtsstunde der Industriekultur. "Der gesellschaftliche Wandel ist eine stete Herausforderung für Museen, insbesondere in Bezug auf die Arbeitswelt. Museen werden da-her Präsentationsformen entwickeln müssen, die einer neuen Kultur der Arbeit entsprechen", so DASA-Leiter Dr. Gerhard Kilger, dessen Haus den Rahmen für den 4. Mai bietet. Die DASA informiert in ungewöhnlicher Gestaltung über die Arbeitswelt und ihren Stellenwert für die Gesellschaft.

Den letzten Tag der Tagung bilden die Treffen der Fachgruppen und Ar-beitskreise. Im Deutschen Museumsbund sind bislang zehn Fachgruppen und Arbeitskreise organisiert, deren Schwerpunkte die verschiedenen Museumstypen, wie Technikmuseen oder Freilichtmuseen, oder Aufgaben, wie Verwaltung oder Dokumentation, bilden. Erstmals tritt am 5. Mai 2010 auch der Arbeitskreis zum Thema "Migration" zusammen.

Der Deutsche Museumsbund ist die bundesweite Interessensvertretung der deutschen Museen und ihrer Mitarbeiter. Der 1917 gegründete Verein hat derzeit über 700 korporative und über 1300 persönliche Mitglieder.

"Kulturelles Erbe und Transformation. Museen im Zeichen gesellschaftlichen Wandels"

Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes
2. - 5. Mai 2010, Dortmund

Kontakt:

Deutscher Museumsbund. e.V.
In der Halde 1
14195 Berlin
Telefon: 030/84 10 95 17
E-Mail: office@museumsbund.de
http://www.museumsbund.de
http://www.museumbildet.de



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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