LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 03.05.10

Foto zur MitteilungSchloss Horst in Gelsenkirchen. Um die Ruine zu sichern, wurde 1994-1999 der Nordturm neu erbaut, der Hauptflügel ergänzt und eine Glashalle über dem ehemaligen Innenhof errichtet, die die einmalige Bauornamentik schützt.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Fremde Impulse veränderten das Gesicht des Ruhrgebiets

Werkstattgespräch über Denkmalnutzung im Alltag

Bewertung:

Bochum (lwl). Dauernder Wandel ist ein besonderes Merkmal des Ruhrgebietes, das durch viele äußere Einflüsse geprägt ist. Unter dem Titel "Fremde Impulse - Baudenkmale im Ruhrgebiet" zeigen die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR) in Zusammenarbeit mit der Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010 eine Wanderausstellung, deren erste Station aktuell das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum ist. Die Schau verdeutlicht, wie fremde Impulse das Gesicht der Region verändert haben. Am Donnerstag, 6. Mai, um 20 Uhr, diskutiert Dr. Markus Harzenetter, Leiter des LWL-Amtes für Denkmalpflege in Westfalen in einem Werkstattgespräch über praktische Denkmalpflege und Denkmalnutzung im Alltag. Interessierte sind herzlich eingeladen, Fragen rund um das Thema zu stellen, mit anderen Teilnehmern zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Der Eintritt ist frei.

Baudenkmale überliefern die früheren Zustände und Entwicklungen der Kulturlandschaft im Ruhrgebiet in großer zeitlicher Tiefe seit dem Mittelalter. Exemplarisch kann man daran die Wechselwirkungen zwischen dem heutigen Ruhrgebiet und anderen Regionen in Europa sowie die Spuren und Zeugnisse von Migration, Austausch und Kommunikation erkennen. Besonders im 19. und 20. Jahrhundert prägten Wechselbeziehungen das Gebiet und sind seit dieser Zeit sogar als ein herausgehobenes Merkmal zu verstehen. Ziel des Projektes "Fremde Impulse" ist es, mit Hilfe der Baudenkmale und der ihnen eigenen Geschichte an der einen oder anderen Stelle die Überlagerungen und Umbrüche im Ruhrgebiet transparent zu machen und das städtebauliche und historische "Durcheinander" dieser Stadtlandschaft an manchen Punkten zu erklären. Die Ausstellung spricht auch die Wirkungen des Ruhrgebiet in die Welt und die Verflechtungen mit seinem Umland an.

Mehr Informationen unter
http://www.fremde-impulse.lwl.org

LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Tel. 0234 6100-874
http://www.lwl-industriemuseum.de



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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