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Mitteilung vom 11.02.10

Foto zur MitteilungBuchumschläge von Georg Salter (1931, vorn) und Hans Baluschek (1913) für Bernhard Kellermanns Roman "Der Tunnel".
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Kunstwerk des Monats

Zwei Buchumschläge werden im LWL-Landesmuseum präsentiert

Bewertung:

Münster (lwl). Als Kunstwerk des Monats Februar präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zwei Buchumschläge von Georg Salter und Hans Baluschek für den Roman "Der Tunnel" von Bernhard Kellermann im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster .

In der aktuellen Diskussion um die Zukunft des gedruckten Buches werden von Buchliebhabern zunehmend die ästhetischen Qualitäten traditioneller Buchkunst angeführt. Dabei geraten insbesondere die Spitzenleistungen der werbenden, plakatähnlichen Buchumschläge aus den ersten Jahrzehnten nach 1900 in den Blick. So haben für den Zukunftsroman "Der Tunnel" Hans Baluschek und fast zwanzig Jahre später Georg Salter spektakuläre Bild-Einkleidungen gefunden.

Während der ältere Künstler für die Erstausgabe 1913 noch den New Yorker Wolkenkratzer eines transatlantischen Tunnelbau-Trusts als Blickfang auswählte, liefert Salters jüngere Version aus den Schlussjahren der Weimarer Republik ein scheinbar rasant wirkendes Plakatmotiv. "Fast wie in heutigen Werbefilmen für den ICE oder den Eurostar-Tunnelexpress rast bei Salters Zukunftsvision von 1931 ein Schienenmonster mit 300 Stundenkilometern unter dem Atlantik von New York nach Europa. Blitzschnell hervorbrechend aus der Tunneltiefe des hinteren Buchumschlags und über Rücken und Vorderseite näher kommend, sollte der Expresszug gleichsam erst in den Händen des neugierigen Bücherkäufers sein Ziel erreichen", so Dr. Jürgen Krause, der die Publikation zum Kunstwerk des Monats geschrieben hat.

Für den Fischer Verlag und seinen Starautor Kellermann machten sich beide Umschlag-Visionen enorm bezahlt: In den ersten drei Jahrzehnten seit dem Erscheinen 1913 wurden 373.000 Exemplare verkauft, von denen bis heute nicht wenige in den Verkaufslisten der Antiquare überlebt haben. Nur die hochempfindlichen, dünnen Papierumschläge mussten fast alle das Schicksal ihrer größeren, an Mauerwänden klebenden Plakat-Verwandten teilen. Denn nachdem sie einmal betrachtet und den Kaufentschluss des Kunden bestärkt hatten, landeten sie eingerissen oder zerknittert fast ausnahmslos im Papierkorb. Deshalb gehören heute gut erhaltene, originale Buchumschläge aus dem frühen 20. Jahrhundert - ebenso wie die Plakate - zu den rar gewordenen Zeitzeugen für die Sehnsüchte ihrer Epoche.

Die Publikation zum Kunstwerk des Monats kann an der Museumskasse erworben werden.



Pressekontakt:
Christina Henneke, Telefon: 0251 5907-209, christina.henneke@lwl.org und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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Westfälisches Landesmuseum
Domplatz 10
48143 Münster
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