LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 04.02.10

Foto zur MitteilungSchlagende Wetter waren im Ruhrbergbau häufig Ursache von Grubenunglücken. Die Dauerausstellung auf der Zeche Zollern widmet sich auch diesem Thema.
Foto: LWL/W. Fischer


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Presse-Infos | Kultur

"Frische Wetter" auf Zeche Zollern

Wettersteiger erzählt im LWL-Industriemuseum von seiner Arbeit

Bewertung:

Dortmund (lwl). Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Blick hinter die Kulissen" lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am kommenden Sonntag, 7. Februar, zu einem Gespräch mit einem aktiven Wettersteiger ein. Ab 15 Uhr stellt Detlef Nietzwetzki interessierten Besuchern des LWL-Industriemuseums Zeche Zollern seinen Beruf vor: Er sorgt auf dem noch produktiven Bergwerk Auguste Victoria in Marl für "frische Wetter".

Beim Wetter denken Bergleute natürlich nicht an Regen oder Sonnenschein, aber durchaus an frische Luft, die frei von gefährlichen Gasen ist. Aufgabe des Wettersteigers ist die Versorgung des gesamten Grubengebäudes mit ausreichenden Mengen an Frischluft. Werden neue Abbaugebiete aufgefahren, ist er in die Planungen einer geregelten Bewetterung stets einbezogen. Laufend überwacht er die Messungen, die seine Mitarbeiter an verschiedenen Stellen machen. Diese Aufgaben werden heute natürlich computergestützt durchgeführt.

Detlef Nietzwetzki arbeitet seit 1977 im Bergbau. Er begann auf der Zeche General Blumenthal, wo er eine Lehre zum Elektriker machte. Später wurde er Elektrotechniker und Wettersteiger, in dieser Funktion ist er seit 2001 auf dem Bergwerk Auguste Victoria verantwortlich. Seine Darstellungen zur Bewetterung im Bergbau veranschaulicht er mit Grubenrissen und verschiedenen Messgeräten, die die gefährlichen Gase Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Methan anzeigen. Der aktive Grubenwehrmann kann auch von einem gefährlichen Einsatz berichten, den er 2003 auf der Zeche Prosper bei der Bekämpfung eines Grubenbrandes erlebt hat. Glücklicherweise kam kein Bergmann zu Schaden.

Detlef Nietzwetzki erzählt zwischen 15 und 17 Uhr Uhr von seiner Tätigkeit; Fragen sind willkommen. Interessierte Besucher zahlen nur den regulären Museumseintritt (Erw. 3,50 €)



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Grubenweg 5
44388 Dortmund
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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