LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 27.01.10

Foto zur MitteilungLWL-Chefarchäologe Prof. Dr. Michael Rind (hinten links) und Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock (hinten rechts) nehmen die Fachwerkkonstruktion von Zimmermeister Bernd Krupka (Mitte) und seinen Kollegen entgegen.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungDer Kälte trotzend: Noch in der nächsten Woche sollen alle Einzelteile fertig sein.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungBlick voraus: das LWL-Museum bekommt eine Burg in der Nachbarschaft.
Darstellung: LWL


Foto zur MitteilungRekonstruktionsskizze.
Darstellung: Gradierwerk/Scheffold


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Presse-Infos | Kultur

"Ein einmaliges Erlebnis"

Bernd Krupka baut für das LWL-Museum in Herne eine Burg

Bewertung:

Herne (lwl). Archäologen, Bauforscher und Statiker haben die Vorarbeit geleistet, derzeit läuft die Umsetzung der Pläne auf Hochtouren: Für die Mittelalter-Ausstellung "Aufruhr 1225!" bekommt das LWL-Museum für Archäologie in Herne eine 25 Meter hohe hölzerne Turmhügelburg, auch "Motte" genannt. Während neben dem Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) der Burghügel entsteht, baut Zimmermeister Bernd Krupka die einzelnen Teile des Turms: "Das erlebt man im Leben sicher nur einmal." Eine traditionelle Fachwerkkonstruktion in dieser Größe biete alles, was das Herz eines Zimmermanns höher schlagen lasse.

Seit dem Beginn der vergangenen Woche arbeiten vier Zimmerleute in Herne an den Bauteilen Burgturms. Aus Holz fertigen sie die Treppen, elf Meter hohe Fachwerkwände sowie die auf ihnen sitzende Wehrplattform und den Dachstuhl. Die einzelnen Elemente werden später zum LWL-Museum transportiert und auf dem Hügel zusammengesetzt. "Authentisch eingerichtet soll die Mot-te unseren Besuchern zeigen, wie hart und beengt das Leben vieler Burgherren war", sagt Prof. Dr. Michael Rind, Leiter der LWL-Archäologie für Westfalen. Nicht massive Steinbauten, sondern die Holzburgen seien für die meisten Adeligen im Mittelalter der übliche Wohnsitz gewesen.

Fehlende Zeitzeugen

Die Motten prägten wesentlich das Erscheinungsbild der dichten Burgenlandschaft in der Ruhrregion. Doch keine einzige ist erhalten geblieben. Auch zeitgenössische Abbildungen existieren kaum. Erkenntnisse liefern vor allem noch bestehende Hügel und Spuren im Boden. "Für einen möglichst authentischen Bau mussten wir Antworten auf viele offene Fragen finden", so Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock. Die Archäologen versuchten unter anderem herauszufinden, wie die Holzburgen auf heutigem deutschen Boden aussahen und ob es regional unterschiedliche Bautypen gab.

Um den wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht zu werden, trugen die Ausstellungmacher Forschungsergebnisse über Mottenbauten aus ganz Deutschland zusammen. Auf deren Grundlage entwickelten sie den Idealtypus eines Wohnturms mit Hügel, der mit seinen insgesamt 25 Metern Höhe Besuchern den Weg zur Ausstellung über Ritter, Burgen und Intrigen weisen soll.

Ausstellung
1225 kommt der Kölner Erzbischof Engelbert, einer der mächtigsten Männer des Reiches, während eines Überfalls bei Gevelsberg im heutigen Ruhrgebiet gewaltsam ums Leben. Wie dieser Mord die ganze Ruhrregion veränderte - das ist Ausgangspunkt und Leitmotiv der größten Mittelalterausstellung, die bisher im Ruhrgebiet gezeigt wurde: "Aufruhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen", läuft vom 27. Februar bis 28. November 2010 im LWL-Museum für Archäologie in Herne.

27. Februar bis 28. November 2010
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen"

LWL-Museum für Archäologie
Europlatz 1, 44623 Herne
Di, Mi, Fr 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr
Sa, So und feiertags 11-18 Uhr
Eintritt: Zwischen 2 und 6 Euro, Familienkarte 12 Euro, Gruppenrabatte

Die Pressekonferenz zur Eröffnung findet am 25. Februar um 11 Uhr statt.

http://www.aufruhr1225.lwl.org



Pressekontakt:
Martin Holzhause, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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