LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 06.01.10

Foto zur MitteilungMax Ernst, Ödipus II, 1934, Bronzeguss nach Gips, 66,0 x 22,0 x 17,0 cm, Privatsammlung, Bonn,
Foto: © VG Bild-Kunst Bonn


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Presse-Infos | Kultur

Ein Balance-Akt

LWL-Landesmuseum zeigt Ausstellung über Max Ernst und Peter Schamoni

Bewertung:

Münster (lwl). Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster kombiniert in einer außergewöhnlichen Ausstellung die Kunst von Max Ernst mit dem filmischen Werk von Peter Schamoni. Das Kunstmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) beleuchtet in der Ausstellung "Max Ernst läßt grüßen." Peter Schamoni begegnet Max Ernst (27.9. - 31.1.2010) mit rund 200 Exponaten sowie Großfotos und Filminstallationen die tiefe Freundschaft zwischen dem Dadaisten und Surrealisten und dem Film-Produzenten. In einer Serie stellt der LWL ausgewählte Exponate der Ausstellung vor.

Der griechische Dichter Sophokles verfasste mit "Ödipus" die berühmte Tragödie des Mannes, der mit der Tötung seines Vaters und der Heirat seiner Mutter gegen seinen Willen eine Prophezeiung erfüllte. Nach dem Drama benannte Max Ernst 1934 seine Skulptur "Ödipus II". Stellen die beiden koboldartigen Mischwesen etwa den Sohn und seinen Vater dar? Die Antwort auf derartige Fragen bleibt der Fantasie des Betrachters überlassen.

In "Ödipus II" stehen zwei Kopfschläuche, zwei fremdartige Tierwesen mit Hörnern bzw. Mähnenkamm scheinbar ungelenk übereinander und finden überraschenderweise doch ein artistisches Gleichgewicht. Doch wo hört das eine Wesen auf, wo fängt das andere an? Mit dieser Mehrdeutigkeit erreichte der Surrealist Max Ernst das typisch groteske Erscheinungsbild seiner Skulpturen, die gerade durch ihre verwirrende Anatomie faszinieren.

Zusammen mit seinem Bildhauerfreund Alberto Giacometti erstellte Max Ernst seine ersten plastischen Werke in dessen Heimatort Maloja in Graubünden in der Schweiz. Hier entstanden auch Ödipus I und sein geringfügig variierter Nachfolger Ödipus II. Sie sind typisch für viele weitere Skulpturen des Künstlers, für die er meist Abgüsse von Blumentöpfen oder anderen runden Gegenständen verwendete und kombinierte. Für eine Skulptur bearbeitete Ernst jeweils mehrere ähnliche Grundformen zunächst in Gips und stapelte sie dann in Bronze oft lose übereinander, was an die Kombinationstechnik seiner Collagen erinnert.



Pressekontakt:
Claudia Miklis, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Telefon: 0251 5907-168 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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