LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 07.12.09

Foto zur MitteilungTrotz Regenwetters war das erleuchtete Paderborner Dorf wieder Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher.
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Foto zur Mitteilung2010 erkundet das LWL-Freilichtmuseum Detmold den Planet Westfalen und erzählt "westfälische Geschichten aus aller Welt".
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Presse-Infos | Kultur

Erfolgreicher MuseumsAdvent im LWL-Freilichtmuseum Detmold

2010 zeigt das Museum den Planet Westfalen

Bewertung:

Detmold (lwl). Einen strahlenden Abschluss des Veranstaltungsjahres bot am vergangenen Woche der MuseumsAdvent im LWL-Freilichtmuseum Detmold: Das stimmungsvoll erleuchtete Paderborner Dorf im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und die Illumination auf dem Weg dorthin sorgten für eine besondere Atmosphäre ohne kommerziellen Weihnachtsrummel und Musik aus der Lautsprecheranlage. Rund 18.000 Besucher konnte auch ungemütliches Regenwetter nicht abhalten - sie ließen sich von der adventlichen Stimmung verzaubern, bummelten entlang der Buden mit Kunsthandwerk, bastelten Weihnachtsbaumschmuck und stärkten sich anschließend in der Bäckerei und der Gaststätte mit Lebkuchen und Reibeplätzchen. Neben den historischen Stuben, die in verschiedenen Häusern des Dorfes eine Weihnachtszeit wie um 1900 zeigten, bot eine Ausstellung viele Museumsstücke zum Thema "Weihnachtsbaumschmuck", und in den Werkstätten nutzen viele Besucher die Gelegenheit, dem Schmied oder Krippenschnitzer über die Schulter zu schauen.

Im kommenden Jahr entführt das Museum seine Besucher auf den "Planet Westfalen". Planet heißt übersetzt "Der Wanderer". Zum Menschsein gehört seit jeher die Bewegung, das Umherziehen, das Fortgehen, das Reisen. Was veranlasst Menschen dazu, ihr Zuhause zu verlassen? Wohin zieht es sie? Was nehmen Sie mit auf dem Weg zu neuen Ufern? Wie prägen sie ihre neuen Lebensräume? Unter dem Motto "Planet Westfalen 2010" beschäftigt sich das LWL-Freilichtmuseum Detmold im Jubeljahr eine luftige Saison lang, drinnen und draußen, mit den Geschichten der Menschen, die aus anderen Ländern nach Westfalen kamen oder die aus Westfalen in die Fremde auswanderten. Alltagsgeschichten aus der Bevölkerung, spannende Exponate aus dem Magazin des Museums, Baustile und Dekore, Pflanzensorten und Tierarten verraten den Besuchern ihre wahre Herkunft, schlagen einen Bogen der wechselseitigen Einflüsse über die vergangenen Jahrhunderte bis in die Gegenwart und zeigen "das Westfälische" in einem neuen Licht.

"Die Häuser sind unsere Stars", sagt Museumsleiter Dr. Jan Carstensen. 1960 gegründet, stehen auf dem 90 Hektar großen sanft hügeligen Gelände heute mehr als 100 Gebäude aus über 500 Jahren westfälischer Geschichte. Sie wurden an ihren Ursprungsorten abgetragen und von behutsamen Händen auf dem Museumsgelände wieder zusammengefügt. Mit seinen neun Dörfern und Hofanlagen ist das Freilichtmuseum Detmold Deutschlands größte Museumsanlage dieser Art.

"Wenn ich Ihnen etwas zum Haus erzählen darf?" Im Gespräch mit den Hausbetreuungen erfährt der Besucher in den Gebäuden alles über die Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner. Der direkte Dialog ist die zentrale Vermittlungsmethode, die das LWL-Freilichtmuseum Detmold von anderen Museen seiner Art unterscheidet. 2010 gibt es ein neues Angebot: In Kooperation mit dem Landestheater Detmold hat Museumspädagogin Gefion Apel ein neues dramaturgisches Konzept entwickelt, bei dem Schauspieler auf Grundlage historischer Quellen Spielszenen aufführen.

Im Jubiläumsjahr verwandelt sich die Ausstellungsscheune im "Paderborner Dorf" unter dem Motto "Planet Westfalen 2010" in ein Panoptikum der besonderen Art. Menschen und Gegenstände, die in ganz verschiedenen Epochen nach Westfalen gekommen sind oder ihre westfälische Heimat verlassen haben, erzählen von Einzelschicksalen, Familien- oder gar Völkerbewegungen. Weil dieses Thema so viele Menschen bewegt, ist das Museum aktuell auf der Suche nach Geschichten und Fotos, die erzählen, welche Alltagsgegenstände Menschen in Westfalen von ihren Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern geerbt haben. Infos dazu gibt es unter www.planetwestfalen.de.

Der Außenbereich widmet sich vor allem westfälischer Bau- und Kulturgeschichte. Welchen Weg ging das Tulpenmotiv, bis es im 17. Jahrhundert in Westfalen ankam? Warum bauten Handwerker im 18. Jahrhundert Fenster nach holländischem Vorbild? Wie kommt Fachwerk aus Westfalen heute über Taiwan nach Thailand? Neben baukulturellen Einflüssen geht es im Außengelände aber auch um Pflanzen und Tiere, die im Laufe der Jahrhunderte gewandert sind. Schließlich kommt der Deutschen Liebling, die Kartoffel, ursprünglich aus Südamerika, wurde aber schon um 1550 nach Spanien eingeführt, jedoch erst im 18. Jahrhundert als Nahrungspflanze angebaut. Und wer weiß schon, dass das schwarzbunte Niederungsvieh alter Zuchtrichtung nach Afrika und Amerika exportiert worden ist oder dass die Senner Pferde züchterischen Einfluss auf viele andere deutsche und europäische Zuchten genommen haben?

Verbindendes Element des Themenjahres ist ein eigens entwickeltes Ausstellungsdesign in der Leitfarbe Grün. Im Außenbereich findet der Besucher Stelen mit Gucklöchern, die den Blick fokussieren und mit Bänken ausgestattet zum Verweilen einladen. Direkt am Objekt erläutert eine Fahne dessen Herkunft. Und in den Gebäuden geben Anhänger Auskunft über die Geschichte des jeweiligen Alltagsgegenstandes. So bieten sich auch für Stammbesucher, die das Museum und seine Gebäude bereits kennen, ganz neue und spannende Perspektiven.
Für auswärtige Gäste hat das Museum mit dem Residenz-Hotel ein attraktives Pauschalpaket "Planet Westfalen erleben" mit Übernachtung, Lunch-Paket und Überraschungs-Präsent aufgelegt: Buchbar über http://www.residenzhotel-detmold.de, Tel.: 05231 977-328.

Das Projekt wird unterstützt von der Stadt Detmold, Stadtverkehr Detmold GmbH, dem Residenz Hotel Detmold und Radio Lippe.

2010 erkundet das Museum den Planet Westfalen und erzählt "westfälische Geschichten aus aller Welt".

Achtung Redaktionen: Gerne steht Ihnen der Museumsleiter Dr. Jan Carstensen für Gespräche zum kommenden Jubiläumsjahr "Planet Westfalen 2010" zur Verfügung.



Pressekontakt:
Kathrin Wißmach, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Tel. 05231 706-110 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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