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Mitteilung vom 14.12.09

Foto zur MitteilungMax Ernst, Der Nordpol, 1922;
Foto: LWL-LMKuK


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Presse-Infos | Kultur

"Der Nordpol" von Max Ernst

LWL-Landesmuseum zeigt Ausstellung über Max Ernst und Peter Schamoni

Bewertung:

Münster (lwl). Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster kombiniert in einer Ausstellung die Kunst von Max Ernst mit dem filmischen Werk von Peter Schamoni. Das Kunstmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) beleuchtet in der Ausstellung "Max Ernst läßt grüßen." Peter Schamoni begegnet Max Ernst (27.9. - 31.1.2010) mit rund 200 Exponate sowie Großfotos und Filminstallationen die tiefe Freundschaft zwischen dem Dadaisten und Surrealisten und dem Film-Produzenten. In einer Serie stellt der LWL ausgewählte Exponate der Ausstellung vor.

Übernatürlich wirkt die wüstenhafte Steinlandschaft, die Max Ernst in einer tiefdunklen Polarnacht verortet, beleuchtet nur durch die fahle Helligkeit einer nicht sichtbaren Lichtquelle. "Der Nordpol" steht am Beginn der neuesten Entwicklung in Paris - er zeigt einen der ersten Landschaftsräume des Surrealismus. Damit entstand das Bild an einer entscheidenden künstlerischen und auch biografischen Wende im Leben des Künstlers, der 1922 mit 31 Jahren in die französischen Kunstmetropole umsiedelte.

Dr. Erich Franz, der Kurator der Klassischen Moderne des LWL-Landesmuseums, charakterisiert die Besonderheit des Gemäldes: "'Der Nordpol' schafft eine bildliche Einheit, die in seiner Entstehungszeit radikal war. Es gibt keine Grenzen und Unterteilungen, stattdessen erzeugt es sehr unterschiedliche Sichtweisen. Man sieht räumliche Tiefe und ebene Fläche, geometrische Linien und weite Landschaften, Nahsicht und unendliche Weite".

Von der vorherigen Dadaismus-Periode des Künstlers ist noch die collageartige Übereinanderschichtung der Bildebenen geblieben. Ohne logischen Zusammenhang unterbricht eine Ebene die andere. Von der runden Form in der Mitte ziehen sich gezackte Linien von einem dunklen Kegel, dem Pol, zum Rand - die Kreisform scheint zu bersten und in einem bodenlosen, schwarzen Loch zu versinken. Hier entstand mit wenigen Strichen die kraftvolle Vision eines Erdbebens.

Zu diesem düsteren Thema passt die verwendete Technik: Max Ernst bestrich eine weiße Leinwand mit schwarzer Ölfarbe und ritzte dann eine 'Negativzeichnung' hinein. "Der Nordpol" ist ein frühes Beispiel für diese 'Erfindung' Max Ernsts, der auch die gemalten Steine lediglich aus heller Farbe formte, die er auf den dunklen Bildhintergrund auftrug.



Pressekontakt:
Julia Haseloff, Telefon: 0251 5907-209, presse.landesmuseum@lwl.org und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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