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Mitteilung vom 02.12.09

Presse-Infos | Kultur

Reliquienkult des Mittelalters - zwischen Frömmigkeit und Leichenfledderei

Vortrag im LWL-Museum für Archäologie in Herne

Bewertung:

Herne (lwl). Am Freitag (4.12.) berichtet Dr. Ulrich Bock, Referent des Museumsdienstes Köln, ab 19.30 Uhr im LWL-Museum für Archäologie in Herne von der Bedeutung der Reliquien im Mittelalter. Ausgehend vom Schicksal Erzbischof Engelberts erzählt der Mittelalterexperte wissenschaftlich fundiert und dennoch spannend und gut verständlich von den Hintergründen und Auswüchsen des Reliquienkultes und -handels.

Am 7. November 1225 starb einer der mächtigsten Männer nördlich der Alpen: Erzbischof Engelbert von Köln, der in der Nähe von Gevelsberg von mehr als 47 tödlichen Schwerthieben niedergestreckt wurde.

Sofort nach seiner Ermordung sind seiner Leiche die Organe entnommen und der Körper gekocht worden. Seine sterblichen Überreste waren ein begehrtes Gut und wurden in kürzester Zeit an unterschiedlichste Orte verteilt. So sicherten sich in kürzester Zeit Altenberg, Gevelsberg, Essen und Köln die Reliquien des Kirchenfürsten in Erwartung seiner Heiligsprechung.

Dieser aus heutiger Sicht befremdliche Umgang mit dem Toten ist nur im Kontext des hochmittelalterlichen Reliquienkultes zu verstehen. Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet im Rahmen der Vortragsreihe zur großen Mittelalter-Ausstellung "AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen" statt.

27. Februar bis 28. November 2010
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen"

LWL-Museum für Archäologie
Europlatz 1, 44623 Herne
Di, Mi, Fr 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr
Sa, So und feiertags 11-18 Uhr
Eintritt: Zwischen 6 und 2 Euro, Familienkarte 12 Euro, Gruppenrabatte

http://www.aufruhr1225.de



Pressekontakt:
Stefanie Mosch, LWL-Museum für Archäologie, Tel.: 0251 591-8921 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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