LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 01.12.09

Foto zur MitteilungLWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch (3.v.l.) hat den Konrad-von-Soest-Preis an die Künstlerin Rune Mields (4.v.l.) verliehen. Mit ihnen freuen sich Dr. Hermann Arnhold (l.), Leiter des LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale (2.v.l.) und Maria Seifert (r.), Vorsitzende der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungDer LWL hat Rune Mields mit seinem Konrad-von-Soest-Preis 2009 ausgezeichnet.
Foto: privat


Foto zur MitteilungDe Musica: Struktur IV, Zigeunermoll.
Foto: VG Bildkunst Bonn 2009


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Presse-Infos | Kultur

Preisverleihung

Der LWL verleiht seinen Konrad-von-Soest-Preis 2009 an Rune Mields

Bewertung:

Oelde (lwl). Die Künstlerin Rune Mields hat am Dienstag (01.12.) aus den Händen von LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch den renommierten Konrad-von-Soest-Preis entgegengenommen. "An ihren Arbeiten beeindrucken besonders ihre Rationalität, ihre überzeugenden Verbindungen zur Mathematik und zu außereuropäischen Kulturen sowie die präzise Schärfe ihrer Bilder", lobte Kirsch, bevor er Mields den mit 12.800 Euro dotierten Preis im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster überreichte und gleichzeitig eine Ausstellung mit 34 Werken von Rune Mields eröffnete. Den mit 12.800 Euro dotierten "Westfälischen Kunstpreis" verleiht der LWL alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis für Literatur.

"Ausgezeichnet wird das Lebenswerk einer Künstlerin, die intensiv an der Schnittstelle von mathematisch-wissenschaftlicher Systembildung und differenziertem malerischen Ausdruck arbeitet", heißt es in der Begründung der Jury. Mields sei eine Konzeptkünstlerin der ersten Stunde, die zugleich einen weiten kulturhistorischen Horizont in ihr Oevre integriere und nicht zuletzt dadurch einen nachhaltigen Einfluss auf die jüngere Künstlergeneration ausübe, so die Jury weiter.

"Rune Mields Werk ist darauf angelegt, dem System der Zeichen die Schönheit ihrer sinnlichen und geistigen Ausstrahlung zur Erschließung von Wirklichkeit und deren Erfindern ein Gesicht zurückzugeben", sagte die Kunstkritikerin und langjährige Leiterin des Bonner Kunstvereins, Dr. Annelie Pohlen, in ihrer Laudatio. Mields öffne mit ihren Werken ein Fenster zum Leben als kreative Interaktion zwischen Sehen, Empfinden, Denken vor und nach der Moderne, so Pohlen weiter.

Die aktuelle Ausstellung mit 34 Werken der Preisträgerin ist noch bis zum 14. März 2010 im Altbau des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte am Domplatz zu sehen. Die Ausstellung macht deutlich, wie Mields sich schon früh mit ihren Bildserien zu mathematischen Regelsätzen und zum Verhältnis von Zeichen und Sprache als konzeptuelle Malerin auseinandergesetzt hat. Sie verfolgt in ihren Gemälden, die ausschließlich in Schwarz, Weiß und Grauwerten gehalten sind, Themenfelder wie Mathematik, Musik, Logik sowie die Mythen der Hochkulturen. In ihnen will Rune Mields ihre aufklärerische Haltung, ihre Überwindung des Eurozentrismus, ihre Offenheit gegenüber arabischen, asiatischen und afrikanischen Denkformen und ihre Verbindung von klarem Denken und ästhetischer Schönheit deutlich machen.

Zur Person
Rune Miels wurde 1935 in Münster geboren, arbeitet und lebt heute in Köln. Früh etablierte sie sich als konzeptuelle Malerin. Ihre in schwarz, weiß und grau gehaltenen Gemälde stellte sie bisher auf zahlreichen Ausstellungen vor. Ihrer ersten größeren Einzelausstellung im Westfälischen Kunstverein 1971 folgten unter anderem Ausstellungen in Kiel 1977, Mönchengladbach 1983 sowie die Beteiligung an der Biennale von Venedig 2001. Der "Konrad-von-Soest-Preis" ist neben dem "Kulturpreis der Stadt Köln" und dem "Gabriele Münter Preis" bereits die dritte Auszeichnung für die vierfache Mutter.

Achtung Redaktionen:
In der Anlage finden Sie die Laudatio von Dr. Annelie Pohlen und die Rede des LWL-Direktors Dr. Wolfgang Kirsch.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



Anlagen:
Anlage 1: Laudatio.pdf
Anlage 2: Rede.pdf



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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