LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 12.11.09

Foto zur MitteilungMax Ernst, Die Versuchung des hl. Antonius, 1945, Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg.
Foto: © VG Bild-Kunst Bonn 2009


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Presse-Infos | Kultur

Sünde und Versuchung

LWL-Landesmuseum zeigt Ausstellung über Max Ernst und Peter Schamoni

Bewertung:

Münster (lwl). Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster kombiniert in einer außergewöhnlichen Ausstellung die Kunst von Max Ernst mit dem filmischen Werk von Peter Schamoni. Das Kunstmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) beleuchtet in der Ausstellung "Max Ernst läßt grüßen." Peter Schamoni begegnet Max Ernst (27.9. - 10.1.2010) mit rund 200 Exponate sowie Großfotos und Filminstallationen die tiefe Freundschaft zwischen dem Dadaisten und Surrealisten und dem Film-Produzenten. In einer Serie stellt der LWL ausgewählte Exponate der Ausstellung vor.
"Nach Hilfe schreiend liegt der hl. Antonius über dem unbewegten Wasser seiner dunklen, kranken Seele und erhält als Antwort das Echo seiner Ängste: das Lachen der Monster aus seinen Visionen." So beschreibt Max Ernst selbst sein Werk "Die Versuchung des heiligen Antonius" in einem Katalogtext. Das Schlimmste, was der Heilige in seinen Visionen jemals erlitt, scheint in diesem Bild Wirklichkeit geworden zu sein. Vor einer surrealistischen Landschaft dehnt sich sein Körper in einer schmerzvollen Haltung quer über den Vordergrund und sein Haupt wird kopfüber nach unten gezerrt. Er wird von einem Schwarm gehörnter, zahnbewehrter, haariger Ungeheuer gepeinigt. Mit verzerrten Reptilien-, Vögel- und Menschenfratzen haben die Monster sich in sein leuchtend orangenes Gewand verbissen und seinen Mund mit ihren scharfen Krallen aufgerissen. Am anderen Ende des Sees verkörpert eine sich andeutende nackte Frau die Versuchung der irdischen Liebe. Drastisch wie schon der berühmte deutsche Renaissance-Maler Matthias Grünewald schildert auch Max Ernst den Kampf des Eremiten Antonius, dem der Teufel in verschiedenen Gestalten erschienen war, um ihn von seinem gotterfüllten Leben abzubringen.
Mit diesem surrealistischen Meisterwerk gewann Max Ernst 1946 den ersten Preis eines Wettbewerbs zur Verwendung des Bildes in dem Hollywood-Film "The private affairs of bel ami". Er setzte sich damit gegen den großen Surrealisten Salvador Dali und dessen weltbekanntes Gemälde der Pferde und Elefanten auf Spinnenbeinen durch.



Pressekontakt:
Claudia Miklis, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Telefon: 0251 5907-168 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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