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Mitteilung vom 30.10.09

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Erstmals Wolfsangeln in Westfalen-Lippe gefunden

Funde von der Detmolder Falkenburg kommen in Ritter-Ausstellung

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Detmold/Herne (lwl).
Zum ersten Mal in Westfalen-Lippe haben Forscher des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Detmold so genannte Wolfsangeln aus dem 13. Jahrhundert gefunden. An der Detmolder Falkenburg entdeckten die Archäologen 20 der eisernen Haken, mit denen im Mittelalter Wölfe gefangen wurden. Die ungefähr 20 Zentimeter langen Fundstücke aus Detmold werden erstmals ab Februar 2010 in der Ausstellung "AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen" im LWL-Museum für Archäologie in Herne zu sehen sein.

Seit rund fünf Jahren graben Archäologen des LWL auf der Stammburg der Edelherren zur Lippe in Detmold. "Diese Untersuchung ist die bedeutendste aktuelle Burgengrabung in Westfalen-Lippe. Die Wolfangeln sind sicherlich der Höhepunkt der Grabungen", so Dr. Stefan Leenen, wissenschaftlicher Projektleiter der kommenden Ausstellung, bei einem Ortstermin in Detmold. "Die Angeln zeigen, wie groß die Bedrohung der Burgbewohner durch Wolfsrudel in den umgebenden Wäldern dieser Höhenburg gewesen sein muss."

Wolfsangeln sind ungewöhnlich geformte eiserne Haken, die mit Fleischködern bestückt an einem Seil in Bäume gehängt wurden - die Wölfe bissen an wie Fische und verendeten.

Die Grabungen an der Falkenburg brachten inzwischen über 20 Wolfsangeln zum Vorschein.
Außerdem werden auch mittelalterliches Kinderspielzeug, vergoldete Zaumzeug-Verzierungen bis hin zu einer außerordentlich großen Tuchschere von der Grabung in Detmold nach Herne in die größte Mittelalterausstellung, die es jemals im Ruhrgebiet gegeben hat, wandern.

27. Februar bis 28. November 2010
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen"


LWL-Museum für Archäologie
Europlatz 1, 44623 Herne
Di, Mi, Fr 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr
Sa, So und feiertags 11-18 Uhr
Eintritt: Zwischen 6 und 2 Euro, Familienkarte 12 Euro, Gruppenrabatte

http://www.aufruhr1225.de

Achtung Redaktionen: Im TV- und Audio-Service finden Sie auf der Internetseite

http://www.lwl.org/tvaudio/Aufruhr/Wolfsangeln/

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Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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