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Mitteilung vom 05.10.09

Presse-Infos | Kultur

Vom Ziegelstein bis zur Gummiflasche

Wärmflaschen und ihre Geschichte im LWL-Ziegeleimuseum

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Lage (lwl). Passend zum Beginn der kalten Jahreszeit präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Ziegeleimuseum Lage seit dem Wochenende in einer kleinen Studioausstellung 50 Wärmflaschen aus der Sammlung von Silvia Tyborowski.

"Mancher kleine Zieglerjunge dürfte sich gefreut haben, wenn ihm seine Mutter einen Ziegelstein im Ofen erwärmte, bevor er in das kalte, klamme Bett steigen musste. In den kleinen Zieglerkotten war meist nur der Wohnraum mit einem Ofen beheizt, während die Schlafräume kalt und häufig auch feucht blieben und nur von der Wärme der darunter liegenten Stallungen des Schweins oder der Ziegen erwärmt wurden", erklärt Museumsleiter Willi Kulke den Hintergrund der kleinen Ausstellung. Richtige Wärmflaschen waren meist noch zu teuer, so erwärmte ein Stein oder eine mit Wasser gefüllte Steingutflasche die Betten. Nur in den reicheren Haushalten gab es auch Wärmflaschen aus Kupfer oder Messing. Ganz besonders wertvolle Exemplare waren mitfeinen Gravuren und Prägungen verziert.

Wärmflaschen gibt es bereits seit mehr als 1.000 Jahren. Seit 500 Jahren sind Exemplare aus Zink, Kupfer und Steingut bekannt. Steingutflaschen und Wärmesteine wurden vor allem in ärmeren Bevölkerungsschichten benutzt, die sich die teuren Metallflaschen nicht leisten konnten. Die bis heute beliebten Wärmflaschen aus Gummi wurden in den 1920er entwickelt.

Die Sammlung von Sivia Tyborowski enthält Stücke aus den letzten beiden Jahrhunderten. Sie stammen in der Regel aus Deutschland. Einzelne Exemplare hat sie in Holland, England und den USA erworben.

Die kleine Studioausstellung ist noch bis zum 29. November im LWL-Industriemuseum in Lage, Sprikernheide 77, zu sehen. Öffnungszeiten: Di - So 10 - 18 Uhr.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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