LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 30.09.09

Foto zur MitteilungPlakatmotiv der Ausstellung "Wie wir wurden, was wir nicht werden sollten".
Foto: Designbüro Arndt + Seelig


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Presse-Infos | Kultur

Salon "Frauenbilder" diesmal in Dortmund

Führung durch die Ausstellung "Frauen im Aufbruch zu Amt und Würden"

Bewertung:

Witten/Dortmund (lwl). Im Rahmen der Reihe "Salon Frauenbilder", die üblicherweise auf der Zeche Nachtigall in Witten stattfindet, lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) diesmal zu einer Ausstellungsbesichtigung in Dortmund ein. Am Donnerstag, 8. Oktober, treffen sich Interessierte um 16 Uhr im Foyer des LWL-Industriemuseums Zeche Zollern, Grubenweg 5, in Dortmund-Bövinghausen. Historikerin und Ausstellungsmacherin Dr. Anne Kugler-Mühlhofer führt die Teilnehmerinnen durch die Schau "Wie wir wurden, was wir nicht werden sollten. Frauen im Aufbruch zu Amt und Würden". Nach dem rund einstündigen Rundgang endet der Nachmittag bei Gesprächen in gemütlicher Runde im Restaurant "Pferdestall". Die Führung ist kostenlos; gezahlt werden muss nur der reguläre Museumseintritt (Erwachsene 3,50 Euro).

"Wie wir wurden, was wir nicht werden sollten"

Die Ausstellung würdigt gleich drei Jubiläen der jüngeren Geschichte: Im Wintersemester 1908/09 dürfen Frauen erstmals in Preußen regulär studieren. Zehn Jahre später erhalten sie das aktive und passive Wahlrecht und üben es 1919 erstmals aus. 1949 schreibt das Grundgesetz die Gleichberechtigung beider Geschlechter fest.

Am Beispiel Westfalens zeichnet die Wanderausstellung, die in Kooperation mit dem LWL-Institut für Regionalgeschichte und dem LWL-Museumsamt für Westfalen entstand, den langen Weg von Frauen in Amt und Würden nach. Im Mittelpunkt stehen 26 Bürgerinnen, deren Lebenswege modellhaft den langsamen Wandel von Mentalitäten und Möglichkeiten nachzeichnen. Eine der Frauen, deren Entwicklung und Lebensweg betrachtet werden, ist Helga Voigt. Sie hatte als Medizinstudentin in den 1940er Jahren mit viel Gegenwind zu kämpfen, musste ihren Studienplatz zeitweilig sogar wieder an Männer abgeben. Als die Neurologin nach Beendigung des Studiums eine eigene Praxis eröffnete, sah sie sich den Vorwürfen ihrer Schwiegermutter ausgesetzt: Sie wolle nicht als Sprechstundenhilfe für ihren Mann arbeiten und habe ihn deshalb an der Eröffnung einer eigenen Praxis gehindert. Trotz dieser Stolpersteine und Vorwürfe blieb die vierfache Mutter unermüdlich auf ihrem Weg und stellte bis in ihr 80. Lebensjahr gerichtliche Gutachten aus.

Das LWL-Industriemuseum bittet um Anmeldung bis Dienstag, 6.10. unter Telefon: 02302 93664-0.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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