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Mitteilung vom 26.08.09

Foto zur MitteilungNeue Flügel: Die Bockwindmühle im LWL-Freilichtmuseum Detmold.
Foto: LWL/Deisenroth


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Sie drehen sich wieder

neue Flügel für die Bockwindmühle im LWL-Freilichtmuseum Detmold

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Detmold (lwl). Pünktlich zur Großveranstaltung "PferdeStark" am kommenden Wochenende (29. /30.08) hat die Bockwindmühle im LWL-Freilichtmuseum Detmold neue Flügel bekommen. Die alten Windmühlenflügel hatten durch einen Holzpilz so schweren Schaden erlitten, dass sie im März 2009 - kurz vor der Saisoneröffnung - abgenommen werden mussten. Das LWL-Museum plante seitdem aber nicht nur den Ersatz, sondern hat jetzt mit den neuen Flügeln die Ausstellung der historischen Mühlentechnik um eine ganz besondere und einmalige Attraktion bereichert.

Historische Mühlentechnik fasziniert große und kleine Museumsbesucher gleichermaßen. Kaum jemand bleibt unbeeindruckt von dieser schon im Mittelalter entwickelten Großtechnik, die man im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gleich an drei Mühlen aus dem 18. und 19. Jahrhundert erleben kann. Die Bockwindmühle aus Groß-Lobke (bei Hildesheim) von 1812 erstrahlt seit dieser Woche wieder in altem Glanz mit neuen Flügeln.

Sie sind in sogenannter "deutscher Bauart" abgezimmert. Anders als die Flügel holländischer Bauart sind sie nicht in sich geschwungen, sondern trapezförmig und parallel geformt. Seit rund 100 Jahren gibt es diese Bauart nur noch im Museum. Für die Rekonstruktion mussten die Handwerker daher auf alte Bauzeichnungen und Beschreibungen aus dem 18. Jahrhundert zurückgreifen. "Wir haben bei vorab durchgeführten Versuchen mit Modellen zu unserer Überraschung festgestellt, dass diese Bauweise im Vergleich zur holländischen Variante sogar eine höhere Leistungsbilanz aufweist. Es bleibt vorerst rätselhaft, warum diese bewährte Technik vollkommen aufgegeben wurde", so der vom LWL-Freilichtmuseum mit der Planung und Bauleitung beauftragte Mühlenbau-Ingenieur Friedrich Rohlfing aus Hille. Zumindest im Detmolder Freilichtmuseum kann diese Flügelvariante nun ab sofort und im Originalmaßstab seine Leistungsfähigkeit wieder unter Beweis stellen.



Pressekontakt:
Kathrin Wißmach, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Tel. 05231 706-110 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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