LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 08.06.09

Foto zur MitteilungHelden in Stein gemeißelt: Schüler des Adalbert-Stifter-Gymnasiums aus Castrop-Rauxel haben mit ihrem Kunstlehrer Klaus-Jürgen Böhne Symbole für Helden und Antihelden wie "Sixpack und Hängebauch", "Dolch und Löffel" entworfen und im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten in Sein gemeißelt.
Foto: LWL/Hudemann


Foto zur MitteilungIn Stein gemeißelt: praktischer Teil der "Helden-Werkstatt" im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten.
Foto: LWL/Braun


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Presse-Infos | Kultur

Lernen in der "Helden-Werkstatt" in 53 Städten

LWL-Industriemuseum sucht noch Schulpartner

Bewertung:

Dortmund (lwl). Gute Nachrichten aus Düsseldorf. Mit einer Finanzspritze des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von rund 97.000 Euro kann der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sein Schulprojekt "Helden-Werkstatt" auf alle 53 Kommunen des Ruhrgebiets ausweiten. "Nach der erfolgreichen Pilotphase im letzten Jahr können wir unsere Zusammenarbeit zwischen Schule und Museum jetzt weiter ausbauen und noch mehr Jugendliche erreichen", freut sich Dirk Zache, Direktor des LWL-Industriemuseums. Die "Helden-Werkstatt" ist ein Begleitprojekt zur großen kulturhistorischen Ausstellung "HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen", die der LWL zum Kulturhauptstadtjahr von März bis Oktober 2010 am Standort Henrichshütte Hattingen seines Landesmuseums für Industriekultur zeigt.

Hintergrund
Im letzten Jahr startete die Helden-Werkstatt als Pilotprojekt. Das LWL-Industriemuseum hat dazu Bildungspartnerschaften mit zunächst zwölf Schulen abgeschlossen. Inzwischen ist der Kreis größer geworden: Aktuell laufen 31 Projekte an 18 Schulen. In den Fächern Kunst, Geschichte, Sozialwissenschaften, Deutsch und Religion nehmen Lehrer und Schüler mit Unterrichtsmodulen aus dem Industriemuseum den Helden-Begriff unter die Lupe: Was sind Helden? Wie entstehen sie? Haben verschiedene Kulturen und Generationen unterschiedliche Helden? Deckt sich der Helden-Begriff von Jungen und Mädchen? Ticken Heldinnen anders als Helden? Brauchen wir heute überhaupt noch Vorbilder?

Zur Werkstatt gehört aber nicht nur die Theorie: das LWL-Industriemuseum fördert mit seiner ganzen Methodenvielfalt eines "außerschulischen Lernortes" auch Kompetenzen im Bereich Kunst und Medien. So meißeln auf der Zeche Nachtigall in Witten Schüler ihre Vorbilder in Stein, auf der Henrichshütte Hattingen gießen sie sie in Metall. Bei Interviews mit Zeitzeugen und Recherchen in Archiven lernen die Jugendlichen den Umgang mit Informationen. Im Modul "Deutsch" werfen die Klassen einen Blick hinter die Kulissen der Neuverfilmung von "Die Vorstadtkrokodile": Das Produktionsteam gewährt Einblicke ins Drehbuch, während im Dortmunder Fritz-Hüser-Institut, das den Nachlass des Autors Max von der Grün verwaltet, mit historischen Original-Dokumenten gearbeitet wird.

Das Besondere an allen Modulen: Die Unterrichtsergebnisse verschwinden nicht in den Schularchiven, sondern werden einer großen Öffentlichkeit in der Ausstellung "HELDEN" vom 12. März bis 31. Oktober 2010 im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen präsentiert.

Die Unterrichtsmodule eigenen sich für alle Schulformen und Altersklassen ab 4. Klasse Grundschule. Auch Förderschulen und Jugendinstitutionen kommen als Partner in Frage. Die Helden-Werkstatt kann in Form von Unterrichtsreihen oder Projekttagen durchgeführt werden.

In diesen Kommunen sucht das LWL-Industriemuseum noch jeweils eine Schule bzw. Jugendinstitution für die Helden-Werkstatt:

Bönen, Bottrop, Datteln, Dinslaken, Duisburg, Haltern, Hamminkeln, Herdecke, Herford, Ennepetal, Hünxe, Iserlohn, Kamp-Lintfort, Moers, Mülheim, Oberhausen, Oer-Erkenschwick, Rheinberg, Schermbeck, Sonsbeck, Unna, Voerde, Werne, Wesel, Wetter.

Interessierte Padagogen können sich bis 30. Juni melden bei:
Anette Plümpe, Tel. 02383 4092, pluempe_a @yahoo.de

Das Projekt Helden-Werkstatt wird unterstützt mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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