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Mitteilung vom 26.05.09

Foto zur MitteilungDer LWL-Direktor beim Baggerbiss: Dr. Wolfgang Kirsch legte beim Abriss selbst Hand an.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Baggerbiss am LWL-Landesmuseum

Bauarbeiten für das neue Museum haben begonnen

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Münster (lwl). Die Kunst ist ausgezogen, jetzt fallen die Mauern: Mit dem ersten Baggerbiss gab der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Wolfgang Kirsch, am Dienstag, 26. Mai, das Startsignal für die erste Bauphase am LWL-Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte in Münster. Seit dem Grundsatzbeschluss des LWL über den Um- und Neubau sind inzwischen zweieinhalb Jahre der Planung vergangen. In den nächsten drei Jahren entsteht am Domplatz das neue Museumsgebäude nach dem Entwurf von Staab Architekten aus Berlin.

"Ich freue mich sehr, dass es jetzt endlich los geht und die Pläne Realität werden", erklärte LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch. Durch den Abriss des gesamten Bauteils von 1972 entsteht Platz für den insgesamt 7.500 Quadratmeter großen Neubau. Während in den nächsten drei Monaten die Abbruchphase des Museumsteils an der Rothenburg ansteht, folgt ab August der Abbruch an der Pferdegasse. "2012 soll der Bau des neuen Museums abgeschlossen sein", sagte der Technische Leiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebs, Michael Dauskardt. "Bei ,Tagen der offenen Tür' können sich Besucher im Sommer/Herbst 2012 selbst ein Bild von der Architektur des Baus machen", so Kirsch. 2013 wird das Museum nach der Einrichtung neu eröffnet. Die Kosten für den Neu- und Umbau belaufen sich auf rund 48 Millionen Euro, davon zahlt das Land Nordrhein-Westfalen neun Millionen Euro.

In den nächsten drei Monaten werden Sattelschlepper mehr als 800 Kubikmeter Bauschutt aus der Innenstadt abfahren. Die Einrichtung der Baustelle erforderte eine geänderte Verkehrsführung für Fußgänger: So musste der Zebrastreifen an der Kreuzung Aegidiistraße/Johannisstraße ca. 50 Meter weiter Richtung Innenstadt auf die Rothenburg verlegt werden.

Der Neubau
Mit dem Neubau werden die Anforderungen an ein zeitgemäßes Museum wieder erfüllt. Durch ein Plus von 1.800 Quadratmetern Ausstellungsfläche und die Verbindung der drei Bauteile (Altbau am Domplatz, Bauteil an der Pferdegasse und ehemaliges Archäologiemuseum an der Rothenburg) zu einem zusammenhängenden Bau bietet das Museum sowohl räumlich als auch technisch einen geeigneten Rahmen für die hochwertige Sammlung des Hauses.

Weiterhin soll ein eindeutiger inhaltlicher Rundgang dem Besucher eine bessere Orientierung geben und das Museum durch eine Kunst-Passage von der Rothenburg zum Domplatz stärker zum öffentlichen Ort in der Stadt werden. An der Rothenburg wird es einen zentralen Platz mit Café/Restaurant geben. Von dort aus gelangen die Passanten durch einen offenen Innenhof mit angrenzender Gastronomie und Bibliothek über das zentrale Museumsfoyer mit Buch- und Museumsshop sowie Informations- und Eingangsbereich zur Sammlung bis zum Domplatz.

"Aufgemischt" und Max Ernst
Besucher können während der Umbauphase weiterhin Ausstellungen und auch einen Teil der Sammlung im Altbau des LWL-Museums besichtigen. Ab dem 23. August 2009 werden die Hauptwerke in der Ausstellung "Aufgemischt. Meisterwerke der Sammlung im Dialog" aus einer neuen Perspektive präsentiert. "Die Kunstwerke sind nicht mehr länger streng nach Epochen unterteilt, sondern treten epochenübergreifend miteinander in den Dialog", erklärte der stellvertretende Direktor des Museums, Dr. Erich Franz. Vom 27. September 2009 bis 10. Januar 2010 zeigt das Museum die Ausstellung "Max Ernst lässt grüßen. Peter Schamoni begegnet Max Ernst". In Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Peter Schamoni werden gut 200 Kunstwerke von Max Ernst mit Filminstallationen, Raumgestaltungen und dialogischen Medien verbunden.

Während der Ausstellungen können sich die Besucher auch einen Eindruck vom Depotturm und seinen Schätzen machen. Seit Anfang des Jahres steht er im Lichthof und dient nicht nur als sicherer Aufbewahrungsort für die Kunstwerke während der Bauphase, sondern auch als Schaudepot im Herzen des Museums.



Pressekontakt:
Claudia Miklis, Telefon 0251 5907-168, claudia.miklis@lwl.org und Frank Tafertshofer, Telefon 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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