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Mitteilung vom 15.05.09

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Presse-Infos | Jugend und Schule

Die kleinen Schritte des jungen Tim

LWL-Förderschulen bahnen gehandicapten Kindern Wege ins Leben

Bewertung:

Münster/Dortmund (lwl). Tim in seiner Schule: Er taucht ins Bällchenbad, freut sich im Wohlfühlraum, ertastet Kuscheltiere im Textilunterricht. Zwischendurch füttert ihn die Lehrerin, der Zivi legt dem Neunjährigen eine frische Windel an. Tim braucht die Anregung, braucht die Hilfe in der Dortmunder LWL-Förderschule am Marsbruch - ein Chromosomenfehler, das so genannte Angelman-Syndrom: Ohne individuelle und intensive Förderung ist ihm Laufen, Sprechen, Essen kaum möglich.

"Immer mehr unserer Schüler sind mehrfach behindert, wenig belastbar und brauchen viel Pflege", sagt Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), "Für diese jungen Menschen kommen aus meiner Sicht nur Förderschulen in Frage, weil diese die richtige Ausstattung haben und gut ausgebildete und hochmotivierte Sonderpädagogen, Therapeuten und Pflegekräfte bieten."

Für Kirsch, "Chef" unter anderem von 35 solcher Förderschulen mit mehr als 6000 körperlich gehandicapten und sinnesgeschädigten Kindern, ist es eine Selbstverständlichkeit - für Tims Eltern barg es vor der Einschulung eine bange Frage: "Regelschule oder Förderschule - wo ist er am besten aufgehoben, wo am wenigsten ein Außenseiter?" Heute sieht Tims Vater die Bedürfnisse seines Sohnes ganz klar: "Von dem breiten Therapiespektrum, aber auch von dem Individuellen was er braucht, mit Krabbeln, Entspannungs- und Schlafsituationen, das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass das an einer Regelschule leistbar ist."

Integrativer Grundsatzstreit hin, elterliche Qual der Schulwahl her: Während die Fachwelt über den Sinngehalt der neuen UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung, damit auch über die Abschaffung von Förderschulen diskutiert, lernt Tim die vermeintlich kleinen Alltagsdinge. Für seine Selbständigkeit und Unabhängigkeit können die fürs Erste wichtiger sein als die Adresszeile über dem späteren Abgangszeugnis.

Alltagsdinge: In Tims Fall zum Beispiel ein paar Schritte gehen. Die Physiotherapeutin der Marsbruch-Schule hat ihn aus dem Rollstuhl geholt. Geduldig stützt, ermuntert, lobt sie ihn wieder und wieder beim vorsichtigen Vorwärtsschreiten. Spielerisch antrainierte Mobilität - was Tim jetzt ein stolzes Lächeln ins Gesicht schreibt, hatten Ärzte den Eltern vor Jahren als "undenkbar" dargestellt.

Achtung TV- und Internet-Redaktionen: Zum Thema finden Sie Videomaterial in sendefähiger Qualität unter
http://www.lwl.org/tvaudio/Foerderschulen/



Pressekontakt:
Karl G. Donath, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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