LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 12.05.09

Foto zur MitteilungDie Rekonstruktion des 400.000 Jahre alten Homo erectus.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungDie Anfertigung der beiden Figuren und ihrer einzelnen Gliedmaßen erforderte viel Fingerspitzengefühl.
Foto: Campbell


Foto zur MitteilungLisa Büscher legte selbst Hand an beim Aufbau der Figuren in der neuen Sonderausstellung.
Foto: LWL/Oblonczyk


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Presse-Infos | Kultur

Den Vorfahren Leben eingehaucht

Neue Ausstellung zeigt "lebensechte" Urmenschen

Bewertung:

Münster (lwl). Eine neue Ausstellung im LWL-Museum für Naturkunde in Münster beleuchtet ab dem 20. Mai den Ursprung und die Geschichte der Menschen. Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) geht dabei "Vom Faustkeil zum Mikrochip" und zeigt die Evolution des Menschen. So fertigt die Künstlerin Lisa Büscher zwei lebensgroße, detailgetreue Nachbildungen von Urmenschen an.

In fünfmonatiger Arbeit hat Lisa Büscher die detailreichen, äußerst realistischen Körper der menschlichen Vorfahren nachgebildet. Das LWL-Museum stellte wissenschaftliche Daten und vorhandene Skelett-Rekonstruktionen zur Verfügung. Daraufhin begann die Künstlerin, die Köpfe und Gliedmaßen in verschiedenen Modelliermassen individuell zu gestalten.

Anschließend fertigte sie aus Fiberglas und Kunstharz mehrteilige stabile Negativformen von den modellierten Körperteilen an. Durch Füllen der Formen mit speziellen Silikonen aus dem Bereich der Prothetik erhielten die Nachbildungen ihre elastische, lebensecht wirkende Hautoberfläche.

Die Künstlerin hat die so erhaltenen Silikon-Rohlinge eingefärbt und bemalt. In einem aufwändigen Verfahren brachte sie die Haare einzeln auf, um beim Betrachter den Eindruck entstehen zu lassen, seine urzeitlichen Vorfahren stünden ihm leibhaftig gegenüber.

Die besondere Herausforderung des Projektes bestand für die Maskenbildnerin zum einen darin, bei den Figuren jeweils individuelle Züge, Gestik und Mimik herauszuarbeiten. Zum anderen sollte sie zwischen wissenschaftlich gesicherten Eckdaten und nicht überlieferten Merklmalen einen realistischen sowie ansprechenden Mittelweg bei der Gestaltung der Figuren finden.

Die Urmenschen sind vom 20.5.2009 bis zum 11.04.2010 in der neuen Sonderausstellung "Vom Faustkeil zum Mikrochip - Evolution des Menschen" dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr im LWL-Museum für Naturkunde an der Sentruper Str. 285 in Münster zu sehen. Eintritt: Kinder 2 Euro, Erwachsene 3,50 Euro, Familien 8 Euro. Weitere Informationen unter Telefon 0251 591- 05 oder http://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de .



Pressekontakt:
Bianca Fialla, LWL-Naturkundemuseum, Telefon: 0251 591-6066 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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