LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 06.05.09

Foto zur MitteilungKiosk in Herne-Röhlinghausen.
Foto: Brigitte Kraemer


Foto zur MitteilungAuf vielen öffentlichen Plätzen wie hier am Dortmunder Burgtor stand um die Jahrhundertwende eine Selterswasserbude. Postkarte aus der Sammlung des LWL-Industriemuseums.
Repro: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Von Selterswasser und Knickerflaschen

Vortrag zu Mythos und Geschichte der Trinkhallen im Ruhrgebiet

Bewertung:

Bochum (lwl). Trinkhalle heißt die Bude im offiziellen Sprachgebrauch. Dabei ist das Trinken hier eigentlich verboten und Halle scheint auch kaum der passende Begriff für die kleinen Verkaufsstellen zu sein. Wie kam es also zu dem Namen "Trinkhalle" und warum gibt es so viele davon im Ruhrgebiet? Das klärt am Sonntag, 10. Mai, um 18 Uhr ein reich bebilderter Vortrag, zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in sein Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum einlädt. Museumsleiter Dietmar Osses nimmt die Besucher mit auf eine Zeitreise zurück in die Hochphase der Industrialisierung der Region und zeigt, wie die Entwicklung der Trinkhalle auch die Entwicklung des Ruhrgebiets bis heute widerspiegelt.
Die ersten Trinkhallen - auch Seltersbuden genannt - wurden Mitte des 19. Jahrhunderts in den Ruhrgebietsstädten errichtet und breiteten sich schnell aus. Die Städte und Betriebe stellten bereitwillig günstige Grundstücke zur Verfügung, um die Versorgung der Arbeiter mit sauberem Wasser zu gewährleisten und den Alkoholkonsum während der Arbeit einzudämmen. Im Ruhrgebiet waren um 1900 bereits 600 Trinkhallen in Betrieb. Heute wird ihre Zahl auf 18.000 geschätzt.
Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
LWL- Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Info: Tel. 0234 6100 874
http://www.lwl-industriemuseum.de



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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