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Mitteilung vom 23.07.09

Foto zur MitteilungMelchior Lechter, Orpheus, 1896. Foto: LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster

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Presse-Infos | Kultur

Erben schenken LWL-Landesmuseum Gemälde von Melchior Lechter

Jahrzehntelange Leihgabe geht in den Besitz des Museums über

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Münster (lwl). Das "Orpheus" betitelte und 1896 datierte Hauptwerk von Melchior Lechter, das 1936 aus dem Besitz eines jüdischen Sammlerpaares als Leihgabe in das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster gelangte, haben die Erben dem Museum jetzt geschenkt.

Anlässlich der großen Lechter-Retrospektive in Münster und Berlin im Jahre 2006 waren die Enkel des einstigen Besitzer-Ehepaares Fritz und Edith Andreae auf das Gemälde "Orpheus" aufmerksam geworden, das sie noch aus der Wohnung ihrer Großmutter kannten. Edith Andreae - die Schwester des AEG-Generaldirektors und späteren Außenministers Walther Rathenau - war nicht nur eine wichtige Mäzenin Lechters im Berlin der Jugendstil-Epoche gewesen, sondern blieb lebenslang mit dem Werk des münsterischen Künstlers verbunden.

Unterstützt von den Erben vertiefte sich Dr. Jürgen Krause, Kurator der Lechter-Ausstellung am LWL-Landesmuseum, in die Akten und in die Literatur, um die Herkunft des Gemäldes zu erforschen. In einem Brief, den Lechter 1936 ein Jahr vor seinem Tode an den damaligen Direktor des Landesmuseums richtete, schrieb er: "Mein langjähriger Freund: Herr Fritz Andreae, Berlin-Grunewald, würde dem Landes-Museum meiner Vaterstadt auf meine Anregung hin gern ein seit vielen Jahren in seinem Besitz befindliches Jugendwerk (von 1896) 'Orpheus' als einstweilige Leihgabe überweisen."

Daher entschlossen sich die Erben, dass eine Umwandlung der Dauerleihgabe in eine Schenkung ohne großen "Papierkrieg" im Sinne ihrer Großeltern und des von ihnen stets "Meister" genannten Künstlers sei. Im LWL-Landesmuseum kann das Gemälde auch in Zukunft einer großen Öffentlichkeit zugänglich bleiben. "Das Bild ist eine malerische Hymne Lechters an eine fast sakrale Mission des Künstlers und wird auch in Zukunft seinen Platz im Kontext von Lechters Nachlass finden, den das Museum nicht nur bewahrt, sondern nach Kräften weiter ausbaut", so Krause. Noch kurz vor Eröffnung der großen Retrospektive 2006 konnte das LWL-Museum beispielsweise eine vorbereitende Pastellstudie zu dem jetzt geschenkten großen "Orpheus" mit Hilfe des Freundeskreises des Museums erwerben.

Ab dem 23. August ist das symbolistische Gemälde - als eines der Leitbilder zur Epoche des Jugendstils - wieder in der Ausstellung "Aufgemischt - Meisterwerke der Sammlung im Dialog" zu sehen.



Pressekontakt:
Christina Henneke, Telefon: 0251 5907-209, christina.henneke@lwl.org, und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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