LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 17.03.09

Foto zur MitteilungBefeuern des Ringofens durch die Schüttlöcher auf der Ringofendecke.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungZiegelmeister Viktor Keller beim Streichen der römischen Ziegel.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

"Gut Brand!" - Ringofen des Ziegeleimuseums raucht wieder

LWL-Industriemuseum brennt im Varus-Jahr auch römische Ziegel

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Lage (lwl). "Gut Brand!" heißt es am Mittwoch, 18. März, um 11 Uhr wieder, wenn Ziegelmeister Viktor Keller den historischen Ringofen des Ziegeleimuseums in Lage anfeuert. Bis Sonntag, 22. März, lässt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Industriemuseum 10.000 Ziegel nach historischer Manier brennen. Besucher können dieses einmalige Schauspiel hautnah miterleben: Unter dem Motto "Unter Feuer" sind Interessierte von Mittwoch bis Sonntag (18. - 22.3.) eingeladen, den Brennern beim Beheizen des Ofens auf der Ringofendecke zuzusehen.

Die Ziegel wurden im letzten Jahr im Industriemuseum hergestellt. Es handelt sich dabei um Hintermauerziegel, die zum Hausbau geeignet sind. Sie werden im Ofen bei ca. 950 Grad gebrannt und für Restaurierungen verkauft. Im Ringofen werden in diesem Jahr auch über 2.000 römische Bodenziegel - sogenannte Later - gebrannt. Sie wurden von den Mitarbeitern der Beschäftigungsgesellschaft EUWATEC im letzten Jahr im Museum im Handstrichverfahren hergestellt. Das Projekt steht im Zusammenhang mit der Ausstellung "Varus und die Ziegel Roms - oder warum die Lipper vor 2.000 Jahren noch nicht warm baden konnten", die am Sonntag in Lage eröffnet wurde. Nach dem Brand werden die Backsteine zum Aufbau eines römischen Ziegelofens benutzt, den das Museum im August in Betrieb nehmen will.

Das Projekt wird vom Amt für Archäologie des Landschaftsverbandes Rheinland wissenschaftlich begleitet. Der Nachbau eines römischen Ziegelofens in Lage ist der erste Versuch, nach fast 2.000 Jahren östlich des Rheins Ziegel nach römischer Manier zu brennen. Der Rückzug der Römer nach der Varusschlacht hatte auch die Ausbreitung der Ziegeltechnik gestoppt. Ziegeleien gab es nur entlang des Rheins, während die Germanen im heutigen Westfalen ihre Häuser weiterhin aus Holz, Lehm und Stroh errichteten.

Bis Sonntag, 22. März, haben die Besucher in Lage täglich von 10 bis 18 Uhr die Möglichkeit, den Mitarbeitern des LWL-Industriemuseums über die Schulter zu schauen und sich das Brennen der Ziegel im Ringofen erklären zu lassen. Durch die Schaugläser im Ringofen werden spätestens ab Samstag dann auch die rot glühenden Römerziegel zu sehen sein.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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