LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 01.03.09

Foto zur MitteilungViele Ganzkuppelbilder, wie dies vom Sonnenobservatorium von Goseck, sind in dem neuen Planetariumsprogramm zu sehen.
Foto: Planetarium Hamburg


Foto zur MitteilungDie annähernd kreisrunde, etwa 32 cm breite, Bronzeplatte zeigt Sonne, Mond und Sterne.
Foto: LWL/Oblonczyk.


Foto zur MitteilungDie Himmelsscheibe von Nebra, hier umgeben von Kupfererzen, steht im Mittelpunkt des Programms.
Foto: LWL/Oblonczyk.


Foto zur MitteilungDer Blick auf die Plejaden wurde möglich durch die Erfindung der Teleskope vor 400 Jahren.
Foto: NASA.


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Presse-Infos | Kultur

"Die Macht der Sterne" kommt nach Münster

Premierenveranstaltung im LWL-Planetarium

Bewertung:

Münster (lwl). Im Planetarium des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster startet am Sonntag (1. März, 17 Uhr) das neue Programm "Die Macht der Sterne - Von der Himmelsscheibe zum Sonnensturm". Eine spektakuläre Expedition vom "geschmiedeten Himmel" der Bronzezeit bis zu den Beobachtungen der Sterne im Weltraumzeitalter erwartet die Zuschauer. Erstmals findet eine Premierenveranstaltung verbunden mit einem Festakt im LWL-Museum für Naturkunde statt. Die LWL-Kulturdezernentin, Dr. Barbara Rüschoff-Thale, wird zusammen mit Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetariums in Hamburg, die Grußworte sprechen.

Das Programm wurde vom Planetarium Hamburg produziert, einem der ersten "Fulldome-Planetarien" (bewegte Ganzkuppelbilder-Projektion) in Europa und technisch besonders modern. Außerdem ist es das besucherstärkste Planetarium Deutschlands. Eigens für Münster wurde eine Version gestaltet, die zahlreiche Ganzkuppelbilder zeigt.

Für "Die Macht der Sterne" hat das Planetarium in Hamburg bei der Vorbereitung des Programms mit dem Eigentümer der Himmelsscheibe von Nebra, dem Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte in Halle, zusammengearbeitet.

"Die Macht der Sterne" ist geeignet für Besucher ab zehn Jahren und nimmt den Betrachter mit auf eine Reise durch Zeit und Raum. Er begegnet eindrucksvollen Bauwerken und erforscht rätselhafte Kultstätten.

Höhepunkt des Programms ist die Entschlüsselung der berühmten Himmelsscheibe von Nebra. Die technischen Details der Bronzescheibe, die etwa 1700 v. Chr. hergestellt wurde, werden vorgestellt und erklärt. Denn sie gibt Auskunft über die Sicht der Welt unserer Vorfahren und verrät mehr über die Zyklen von Sonne, Mond und Sternen, die damals wie heute das Leben prägen.

Erkennbar sind die sieben Sterne der Plejaden, die als Goldapplikationen auf der Scheibe aufgebracht wurden. Sie dienten den damaligen Menschen zur Strukturierung ihres bäuerlichen Jahres und als Anzeiger der Jahreszeiten. 40 Tage im Jahr steht die Sonne bei den Plejaden, daher konnte das Verschwinden und wieder Auftauchen der Plejaden den damaligen Menschen anzeigen, wann es Zeit zur Aussaat bzw. Ernte ist.

Der Mond war ebenfalls bedeutsam. Und so ist auch er auf der Scheibe zu finden. Im Herbst steht er als Vollmond neben den Plejaden, im Frühjahr als Mondsichel. Das Zusammentreffen des Mondes in der jeweiligen Gestalt mit den Plejaden gab Auskunft über bestimmte, für die Bauern wichtige Zeitpunkte im Jahr. Die "Macht der Sterne" zeigte sich also den damaligen Menschen darin, den Ackerbau in einer Zeit ohne Uhren und Kalender dennoch gut organisieren zu können. Aber auch spätere Weltbilder werden in dem neuen Planetariumsprogramm angesprochen, wie etwa die Wahrnehmung der Erde als Kugel, umgeben von Sphären der Planeten und der Fixsterne.

Im "Internationalen Jahr der Astronomie" geht es auch um den Forscher Galileo Galilei. Er verwendete erstmals ein Teleskop für astronomische Beobachtungen und prägte damit den Umbruch im Denken zum heliozentrischen Weltbild. Die Astronomie diente später vor allem der Vermessung der Erde und der Navigation. Eine weitere "Macht der Sterne" bestand also darin, Hochseereisen und damit Handel und Machtausübung zu ermöglichen.

Das neue Programm geht aber noch weiter. Es gibt einen umfassenden Blick auf die Themen "Weltbild" und "Was sagt uns der Himmel?". Die wichtigste "Macht der Sterne" besteht darin, die eigene Existenz des Lebens auf der Erde zu ermöglichen. Denn die Atome der Erde stammen zum großen Teil aus dem Inneren vergangener Sterne.

Vom 1. März bis zum 30. Juni wird das neue Planetariumsprogramm im Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde in Münster an der Sentruper Str. 285 an folgenden Terminen gezeigt: Di 9.30 (Ausnahme Ferientage 10.30), Mi & Sa 15.00, Do 10.30 und So 17.00 Uhr.
Eintritt: Erwachsene 4 €, Kinder 2 €, Familien 9 €. Weitere Informationen unter Telefon 0251 591- 05 oder http://www.lwl-planetarium-muenster.de .



Pressekontakt:
Bianca Fialla, Telefon: 0251 591-6066 und Frank Tafertshofer, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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