LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 18.02.09

Foto zur MitteilungDr. Marcel Schumacher, Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold und Prof. Dr. Jürgen Wißmann bei der Abnahme der "Zwei Supraporten" von Josef Albers vor dem LWL-Landesmuseum.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungJosef Albers, Zwei Supraporten: Strukturale Konstellationen, 1969 - 1972, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster.
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Foto zur MitteilungDie "Zwei Supraporten" kurz nach ihrer Fertigstellung an der Außenfassade des LWL-Landesmuseums 1973.
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Presse-Infos | Kultur

Skulptur vorübergehend abgenommen

LWL-Landesmuseum: Die "Zwei Supraporten" werden eingelagert

Bewertung:

Münster (lwl). Aufgrund des Um- und Neubaus des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte müssen die "Zwei Supraporten" über dem Eingang des Museums in Münster vorübergehend abgenommen werden. Mit einer Hebebühne sind die Edelstahl-Skulpturen am Mittwoch (18.2.) aus ihrer fünf Meter hohen Position gehoben worden.
Seit über drei Jahrzehnten stehen sich am Domplatz in Münster zwei Bildprogramme gegenüber: Die "Zwei Supraporten" von Josef Albers vor dem Eingang des LWL-Landesmuseums und die Skulpturen über dem Domportal. Die einen wollen bekehren, die anderen zu kritischem Denken anregen. Seit 1972 sind die zwei großformatigen Skulpturen von Josef Albers an der Außenfassade des Museums das erste Kunstwerk, das den Menschen bei ihrem Museumsbesuch begegnet.. "Die zwei Supraporten sind seit Jahrzehnten ein Markenzeichen für unser Museum, und dies werden sie ab 2012 am Museumsneubau auch wieder sein", betont Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold die Bedeutung der Skulpturen.

Als "Supraporten" (lat. über der Tür) bezeichnete man in der Innenarchitektur des Barock Gemälde oder Reliefs oberhalb einer Tür. Mit ihrer zentralen Position über dem Eingang verweisen Albers' Supraporten auf das Programm des Raumes hinter der Tür - auf das Museum als Raum der Kunst. Für die Errichtung eines Kunstwerkes an dieser Stelle hatte man bewusst Josef Albers angesprochen, von dessen Werk bereits 1968 eine Ausstellung im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gezeigt wurde.

Der damalige Referent des Museums, Prof. Dr. Jürgen Wißmann, realisierte die "Zwei Supraporten" in Münster, die nach Albers' Entwürfen als "zweidimensionale Skulpturen" vor der Fassade des Museumsbaus schweben sollten.
Der erste Anblick des Werkes vermittelt dem Betrachter zunächst den Eindruck jeweils zwei Ansichten einer Schachtel gleichzeitig in einer Supraporte zu sehen. Die Schachteln sind allerdings so ineinander verschränkt, dass sie das perspektivische Raumverständnis verwirren. Die Zweideutigkeit der Raumillusion wird insbesondere an der mittleren Fläche der linken Skulptur deutlich. Diese Rautenfläche könnte sowohl nach vorne als auch nach hinten gerichtet sein. Die bewussten perspektivischen Verkehrungen verwirren das Raumverständnis des Betrachters und fordern ihn auf, Bildern zu misstrauen.

Die Hintergründe zur Entstehung der Kunst am Museumsbau erklärt Dr. Marcel Schumacher vom LWL-Landesmuseum heute um 20 Uhr in seinem Vortrag "Open Eyes! Die Augen auf! Zu Josef Albers' Supraporten" in Vortragssaal des Museums. Eine Einführung zu dem Vortrag hält Kurator Dr. Erich Franz.
Die "Zwei Supraporten: Strukturale Konstellationen" sind auch das "Kunstwerk des Monats Februar 2009".



Pressekontakt:
Claudia Miklis, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Telefon: 0251 5907-168 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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