LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 09.01.09

Foto zur MitteilungHeinz Konczak (2.v.r.) nach der Schicht mit seiner "Räubertruppe" in der Waschkaue der Zeche Zollern, 1952.
Foto: privat


Foto zur MitteilungHeinz Konczak (vorne links) mit Kollegen vor der Lohnhalle der Zeche Zollern, 1952.
Foto: privat


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Presse-Infos | Kultur

Ein "Räuber" berichtet über seine Arbeit unter Tage

Zeitzeugengespräch im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

Bewertung:

Dortmund (lwl). Einen spannenden und gefährlichen Arbeitsplatz im Bergbau stellt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 11. Januar, von 15 bis 17:30 Uhr in seinem Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund vor. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Zeitzeugen" wird der ehemalige Bergmann Heinz Konczak die Arbeit eines "Räubers" vorstellen, der nach Abschluss des Kohleabbaus alles brauchbare Material aus dem Streb schaffte.

Heinz Konczak, heute 81 Jahre alt und bei bester Gesundheit, begannn 1941 auf der Zeche Dorstfeld seine Ausbildung als Berglehrling. Während der Kriegsjahre absolvierte er seine Knappenprüfung und kam 1945 zur Zeche Zollern II/IV. Hier machte er seinen Hauerbrief. Bis zur Schließung 1966 arbeitete er als Aufsichtshauer im sogenannten Bruchbau. "Auf Zollern hatte ich meine schönsten Jahre, ich habe hier sehr gerne gearbeitet", erinnert sich Heinz Konczak. Nach der Stilllegung wechselte er nach Zollern I/III, Germania und arbeite bis zu seiner Verrentung 1971 auf der Zeche Auguste Victoria in Marl.

Ein Aufsichtshauer im Bruchbau hatte gegenüber seinen Kollegen eine große Verantwortung. Es war eine gefährliche, aber auch spannende Arbeit, die viel Erfahrung forderte. Das Rauben funktionierte nach verschiedenen Techniken. Beim "Reißen" zum Beispiel wurde mit Seilen wichtiges und abstützendes Material aus dem Streb herausgerissen. Der Streb ging dabei sofort zu Bruch. "Für diese Arbeit brauchte man Erfahrung, Gefühl und Ruhe, und Angst durfte man auch nicht haben, wenn mal etwas knackte", weiß Heinz Konzcak zu berichten. Das "Räuber-Team" war eine besondere Truppe. "Man musste sich noch viel mehr mehr als bei anderen Arbeitsplätzen im Bergbau auf seine Kollegen verlassen können", so Konczak.

Besucher der Zeitzeugen-Veranstaltung zahlen nur den normalen Museumseintritt (Erwachsene 3,50 €).



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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