LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 24.11.08

Foto zur MitteilungNeben Fußball- und Laufschuhen zeigt die Ausstellung "Schuhtick" auch diese historischen Rollschuhe.
Foto: Deutschen Sport & Olympiamuseum, Köln.


Foto zur MitteilungJürgen Klinsmann trug bei der Fußballweltmeisterschaft 1998 in Frankreich dieses Modell: Equipment Predator Accelerator. Es ist der erste Fußballschuh, der von innen nach außen entwickelt wurde.
Foto: Deutsches Sport & Olympia Museum, Köln.


Foto zur MitteilungViele Schuhe erzählen eine Geschichte. Im Museum sieht der Besucher, was Marathonläuferin Uta Pippig auf die Ferse ihrer Schuhe geschrieben hat: "Follow me, if you can.
Foto: LWL/O. Kalus.


Zum Herunterladen bitte mit der linken Maustaste auf das Foto klicken. Nachdem sich das neue Fenster geöffnet hat, bitte das Foto mit der rechten Maustaste speichern.

Die zum Download angebotenen Fotos dürfen nur mit Fotonachweis und gemeinsam mit der Pressemitteilung oder dem Thema verwendet werden, in deren Zusammenhang sie veröffentlicht wurden. Eine gesonderte Verwendung der Fotos ist nicht gestattet. Bei Ausstellungen ist die Reproduktion nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zur Ausstellung erlaubt. Bei einer anderweitigen Nutzung sind Sie verpflichtet, selbständig die Fragen des Nutzungsrechts zu klären.

Presse-Infos | Kultur

"Schuhtick":

LWL-Ausstellung in Herne zeigt auch die Schuhe von Jürgen Klinsmann

Bewertung:

Herne (lwl). Wann der Mensch den ersten Schuh erfand und wie er ihn in Jahrtausenden bis zum heutigen Designerschuh weiterentwickelte, erzählt die internationale Ausstellung "Schuhtick - Von kalten Füßen und heißen Sohlen". Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) präsentiert die Schau über die Kulturgeschichte des Schuhs mit über 400 Exponaten vom 6. Dezember 2008 bis 5. Juli 2009 im LWL-Museum für Archäologie in Herne. Anschließend geht die Ausstellung nach Bremen und Mannheim.

Die Bandbreite reicht in der Ausstellung von den Fellstiefeln der Eiszeitjäger bis zu den Notschuhen der Nachkriegszeit, von der ältesten Sandale Europas über die Fußballsschuhe von Jürgen Klinsmann bis zu Spezialanfertigungen für Spione, von den Lotosschuhen des Alten Chinas bis zu den eleganten Pumps Marlene Dietrichs. Auf 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeichnet "Schuhtick" die spannende und wechselvolle Entwicklung des Schuhs nach - und spannt dabei den Bogen über 40.000 Jahre Menschheitsgeschichte und sämtliche Kontinente. Hier zwei Beispiele:

Auf Schraubstollen zum Weltmeister
Ein Bereich der Ausstellung ist den Sportschuhen gewidmet. Die Entwicklung dieser Funktionsschuhe beginnt im 19. Jahrhundert, als man sich zunehmend für körperliche Freizeitbetätigungen begeisterte. Ein Sportschuh, dessen Form und Machart sich seit seinen Pioniertagen stark verändert hat, ist der Fußballschuh. Betraten die ersten Kicker die Spielfelder noch in ganz gewöhnlichen Schnürstiefeln, setzten sich bald Stiefel durch, deren Sohlen mit genagelten Lederstollen versehen waren.

Ein großer Entwicklungsschritt war die Erfindung der Schraubstollen. Ausgerüstet mit Schraubstollenschuhen reiste die deutsche Nationalmannschaft 1954 zum WM-Turnier in die Schweiz. In einem grandiosen Finale gelang das "Wunder von Bern": Deutschland wurde zum ersten Mal Fußball-Weltmeister.

Klinsmann spielt mit dem "Raubtier Beschleuniger"
Vier Jahrzehnte später konnte der Nationalspieler und spätere Trainer Jürgen Klinsmann aus einer fast unüberschaubaren Palette von Fußballschuhen wählen. Für die Weltmeisterschaft 1998 entschied sich für das damals neu entwickelte Modell "Predator Accelerator" von Adidas.

Dieser Schuh war von innen nach außen konzipiert. Sein äußeres Design ergab sich durch sein Innenleben, für dessen Zuschnitt man anatomisch exakt geformte Schuhleisten gewählt hatte. Obendrein besaß er eine speziell angeordnete Stollen und neuartige Materialkomponenten, die den Kontakt zwischen Fuß und Ball verbessern sollten.
Während der WM '98 trug nicht nur Jürgen Klinsmann das Schuhmodell, sondern auch andere prominente Spieler. So auch der französische Starkicker Zinédine Zidane, der ihn als den "Lieblingsschuh seiner Karriere" bezeichnete. In der Folgezeit erreichte das Modell Kultstatus, seine Verkaufszahlen schlugen Rekorde. Weltweit wollten Fußballer den Schuh besitzen.

"Folge mir, wenn Du kannst"
Die Leichtathletin Uta Pippig adelte ihren eigenen Laufschuh gar als Talisman. Ihre größten Erfolge erzielte die Langstreckenläuferin auf der Marathondistanz. Dreimal in Folge gewann sie 1994, 1995 und 1996 den Boston-Marathon. Bevor sie 1994 das erste Mal antrat, signierte sie ihren Schuh mit der siegessicheren Beschwörungsformel "Folge mir, wenn Du kannst."

Hauptsponsor des Ausstellungsprojekts "Schuhtick" ist die Ludwig Görtz GmbH.

Achtung Redaktionen:
Termin der Eröffnungspressekonferenz ist der 4. Dezember, 12 Uhr im LWL-Museum für Archäologie in Herne.

LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel.: 02323/ 94628-0
http://www.lwl-landesmuseum-herne.de

Öffnungszeiten im LWL-Museum für Archäologie:
Di., Di., Fr. 9 bis 17 Uhr
Do. 9 bis 19 Uhr
Da., So., Feiertags 11 bis 18 Uhr
geschlossen am 24., 25., 31.12. 2008 sowie am 01.01.2009

Eintrittspreise
Nur Sonderausstellung:
Erwachsene 5 Euro
Erwachsene in Gruppen 4 Euro
Kinder, Jugendliche, Schüler und Ermäßigungsberechtigte 3 Euro
Familien 11 Euro
Schüler bei Teilnahme an einem museumspädagogischen Programm 2 Euro

Kombiticket Sonder- und Dauerausstellung:
Erwachsene 7 Euro
Erwachsene in Gruppen 6 Euro
Kinder, Jugendliche, Schüler und Ermäßigungsberechtigte 4 Euro
Familien 15 Euro
Schüler bei Teilnahme an einem museumspädagogischen Programm 3 Euro



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


Der LWL auf Facebook:
http://www.facebook.com/LWL2.0







Ihr Kommentar




zu den aktuellen Presse-Infos