LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 06.11.08

Foto zur MitteilungKardinal Clemens August von Galen wurde wegen seiner Kritik an der nationalsozialistischen Politik als "Löwe von Münster" bekannt.
Foto: Heimathaus Münsterland, Telgte.


Foto zur MitteilungZur Kleidung eines Kardinals gehören rote Lederschuhe, doch war in den Notzeiten des Zweiten Weltkrieges kein rotes Leder zu bekommen. Damit Kardinal Clemens August von Galen trotzdem entsprechend ausgestattet werden konnte, stiftete eine Dame - vermutlich aus Ahlen in Westfalen - ihre rote Lederhandtasche. Diese hat ein Ahlener Schuster dann zu rotem Oberleder für die Kardinalsschuhe umgearbeitet.
Foto: Heimathaus Münsterland, Telgte.


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Presse-Infos | Kultur

LWL präsentiert ab Dezember Ausstellung "Schuhtick" in Herne

Der Schuh aus der Handtasche

Bewertung:

Herne (lwl). Wann der Mensch den ersten Schuh erfand und wie er ihn in Jahrtausenden bis zum heutigen Designerschuh weiterentwickelte, erzählt die internationale Ausstellung "Schuhtick - Von kalten Füßen und heißen Sohlen". Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) präsentiert die Schau über die Kulturgeschichte des Schuhs mit über 400 Exponaten vom 6. Dezember 2008 bis 5. Juli 2009 im LWL-Museum für Archäologie in Herne. Anschließend geht die Ausstellung nach Bremen und Mannheim.

Die Bandbreite reicht in der Ausstellung von den Fellstiefeln der Eiszeitjäger bis zu den Notschuhen der Nachkriegszeit, von der ältesten Sandale Europas über die Fußballsschuhe von Jürgen Klinsmann bis zu Spezialanfertigungen für Spione, von den Lotosschuhen des Alten Chinas bis zu den eleganten Pumps Marlene Dietrichs. Auf 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeichnet "Schuhtick" die spannende und wechselvolle Entwicklung des Schuhs nach - und spannt dabei den Bogen über 40.000 Jahre Menschheitsgeschichte und sämtliche Kontinente. Hier ein Beispiel:

Der Schuh, der eine Handtasche war
Schuhe dokumentieren nicht nur die Geschichte - sie erzählen auch Geschichten, wie die roten Schuhe des Kardinals von Galen, die in der Ausstellung zu bewundern sind. Wer würde den schlicht-edlen Maßschuhen ansehen, dass sie ihre Existenz einer ganz und gar ungewöhnlichen Stiftung verdanken? Clemens August Kardinal von Galen (1878-1946) wurde aufgrund seiner kritischen Haltung zum Nazi-Regime als "Löwe von Münster" bekannt. Zur Amtskleidung des Kardinal in Münster gehörten unbedingt rote Lederschuhe.

Doch Leder - obendrein rotes - war in den entbehrungsreichen Nachkriegsjahren kaum zu beschaffen. Um dem Kardinal die Blöße eines unvollständigen Ornats zu ersparen, stiftete eine Dame ihre über den Zweiten Weltkrieg hinweg gerettete rote Lederhandtasche. Ein Ahlener Schuster verarbeitete das kostbare Stück dann zum Oberleder für die Kardinalsschuhe.

Mit internationalen, teilweise erstmals öffentlich gezeigten Exponaten und Geschichten hinter der Geschichte bietet die Ausstellung neue Sichtweisen auf das scheinbar so alltägliche Kleidungsstück Schuh. Ein Großteil der Ausstellungsstücke wird in vier überdimensionalen, begehbaren Schuhkartons präsentiert. Entlang eines Zeitstrahls an den Wänden des Museums berichten historische Persönlichkeiten in Zitaten von ihrer besonderen Beziehung zu Stiefeln und Sandalen, die in der Ausstellung zu sehen sind. Hauptsponsor des Ausstellungsprojekts "Schuhtick" ist die Ludwig Görtz GmbH.

Achtung Redaktionen:
Termin der Eröffnungspressekonferenz ist der 4. Dezember, 12 Uhr im LWL-Museum für Archäologie in Herne.

LWL-Museum für Archäologie
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel.: 02323/ 94628-0
http://www.lwl-landesmuseum-herne.de

Öffnungszeiten im LWL-Museum für Archäologie:

Di., Di., Fr. 9 bis 17 Uhr
Do. 9 bis 19 Uhr
Da., So., Feiertags 11 bis 18 Uhr
geschlossen am 24., 25., 31.12. 2008 sowie am 01.01. 2009



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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