LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 23.10.08

Foto zur MitteilungSerhat Dogan mit einem echten deutschen Gartenzwerg.
Foto: PR


Foto zur MitteilungMurat Topal rührt im "Pott-Püree" auf Zeche Hannover.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Pott-Püree:

Interkulturelle Wochen mit Comedy, Literatur, Musik und Ausstellung im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum

Bewertung:

Bochum (lwl). Zum Saisonabschluss 2008 bietet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) etwas ganz besonderes in seinem Industriemuseum Zeche Hannover. In Kooperation mit dem interkulturellen Festival "Melez" der Ruhr.2010 GmbH präsentieren das LWL-Museum vom 24. Oktober bis 9. November ein reichhaltiges Kulturangebot aus Polen, Tschechien, Italien, der Türkei und Deutschland.

Eine Ausstellung in der Galerie im Malakowturm gehört ebenso zum Programm, wie zwei Lesungen, auch der Humor kommt nicht zu kurz. Ein internationales Comedy-Programm präsentiert Interkultur auf vergnügliche Art und Weise - zwischen leichter Kost und scharfer Speise.

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe liest der polnische Journalist Mariusz Szczygiel aus seinem Buch "Gottland - Reportagen". Am Freitag, 24. Oktober, ab 19 Uhr präsentiert er Einblicke in die tschechische Gesellschaft. Er erzählt mit scharfem Blick und in meisterhafter Prosa von der Goebbels-Geliebten Lidia Baarova, dem Stalin-Bildhauer Otakar Svec oder der "goldenen Nachtigall" Karel Gott. Die Musiker Joe Kucera, Saxophon (Tschechien) und Krzysztof Szachnowski, Klavier (Polen) begleiten diese literarische Reise. Eine Veranstaltung in Kooperation mit MELEZ.08 und dem Polnischen Institut Düsseldorf.

Um Mafia, Döner, Autoschieber und Kartoffelfresser geht am Montag, 27. Oktober, um 20 Uhr. Drei Comedians treten an, um mit Witz und Ironie das Bild der typischen Italiener, Türken, Polen und auch der Deutschen zu zeigen. Roberto Capitoni ist dabei "im Namen des Paten" unterwegs, Serhat Dogan sucht Orientierung zwischen Kebab und Käsekuchen und Marek Fis zeigt sich als "Pole mit Durchblick" beim Integrationstest.

Weiter geht es am Donnerstag, 6. November, um 20 Uhr mit "Getürkten Fällen" und "Tschüssi Copski". Der Deutsch-Türke, Berliner Ex-Polizist und erfolgreiche Comedian Murat Topal präsentiert Geschichten aus dem deutsch-türkischen Alltag - wobei sein ehemaliger Polizeialltag nicht zu kurz kommt. Eindrucksvoll und brüllend komisch verkörpert Topal zahlreiche Typen zwischen U-Bahn, Motto-Party, Hinterhof und Polizeipräsidium.

Zur Abschlussveranstaltung sind die Besucher am Samstag, 8. November, um 20 Uhr "unterwegs zwischen Orient und Okzident". Nina Hoger liest mit ihrer einzigartigen Stimme aus Gedichten und Briefen der in Wuppertal geborenen Dichterin Else Lasker-Schüler. Anhand von Briefen und Gedichten zeichnet sie den Weg der jüdischen Autorin vom Rheinland über die Kreise der Frühexpressionisten in Berlin bis zur Emigration 1933 in die Schweiz und den letzten Lebenstagen in Israel. Begleitet wird die Lesung von der eindringlichen Klezmermusik des Wuppertaler "Noisten Ensemble" um dem Klarinettisten Reinald Noisten.

Den Rahmen für die Veranstaltungsreihe bietet die Ausstellung "Propaganda per Post. Deutsch-polnische Geschichte im Spiegel historischer Ansichtskarten". Wie kaum eine andere Beziehung zwischen zwei Nachbarstaaten in Europa ist das deutsch-polnische Verhältnis im 20. Jahrhundert geprägt von nationalistischer Propaganda, Zerstörung und Vernichtung. Selbst auf Ansichtskarten finden sich Politik und Propaganda. Mit rund 200 historische Ansichtskarten zeigt die Ausstellung die verschiedenen Aspekte der Beziehungen beider Staaten: Von der nationalen Vielfalt in der Textilmetropole Lodz und den Abstimmungskämpfen in Oberschlesien nach 1918 über den Germanisierungswahn im Dritten Reich, die Judenvernichtung und die Zerstörung Warschaus bis zu Flucht und Vertreibung und den Wiederaufbau Polens in der kommunistischen Zeit.

Rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltungen bietet das Industriemuseum eine Erlebnisführung durch die Zeche Hannover an. Treffpunkt: 18:30 Uhr, Zechenvorplatz.

Kosten: Führung kostenlos, Comedy/Lesungen 8 €, ermäßigt 5 €

Information und Voranmeldung unter der Rufnummer: 0234-6100874



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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