LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 19.09.08

Foto zur MitteilungHeld auf dem Sockel: Das Hermannsdenkmal in Detmold.
Foto: A. Leber, Lemgo


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Presse-Infos | Kultur

Die Helden-Maschine

Tagung und Vortragsabend im LWL-Industriemuseum

Bewertung:

Dortmund (lwl). Von Achill bis Zorro, von den Sporthelden im Schlaglicht der Medien zu den unbekannten Helden des Alltags: Das Helden-Feld ist weit. Haben Helden Konjunktur? Seit es Helden-Bilder gibt, wird über ihre Bedeutung nachgedacht und gestritten. Sind Helden dasselbe wie Stars, Ideale, Vorbilder? In Helden-Bildern nehmen die Träume, Wünsche und Sehnsüchte Gestalt an, genauso wie Erziehungsideale und Feindbilder. In der Tagung "Helden-Maschine", die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) von Mittwoch, 24.9., bis Freitag, 26. September, in seinem Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund veranstaltet, diskutieren 18 Referentinnen und Referenten aus den Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften über Helden als Konfliktfiguren und Spiegel der Leit- und Streitkultur ihrer Zeit (Programm s.u.). Die Erkenntnisse aus der Tagung fließen ein in die kulturhistorische Ausstellung "Helden. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen", die das LWL-Industriemuseum im Kulturhauptstadtjahr 2010 an seinem Standort Henrichshütte Hattingen zeigt.

Interessierte können sich noch kurzfristig zu Beginn der Tagung (24.9., ab 15 Uhr) vor Ort anmelden. Tagungsgebühr: 45 €, ermäßigt 25 €. Kostenlos ist die Teilnahme an der öffentlichen
Abendveranstaltung am Mittwoch, 24.9., ab 19 Uhr.
Im Mittelpunkt steht dabei ein Vortrag von Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer aus Münster zum Thema "Triumph und Tod des Helden. Heroenkult und (Selbst-)Zerstörung in der NS-Zeit". Der Abend klingt mit einem Imbiss aus. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Alle Infos unter http://www.helden-tagung.de

+++ Hinweis für Redaktionen +++

Sie sind herzlich zur Teilnahme an der Tagung oder einzelnen Vorträgen. Gerne vermitteln wir Ihnen auch Gespräche mit einzelnen Referenten. Zum Auftakt findet am Mittwoch, 24. September, um 15.30 Uhr ein Fototermin statt, bei dem wir auch weitere Informationen zu den Tagungsinhalten für Sie vorhalten.

PROGRAMM

Erster Tag: Mittwoch, 24. September 2008


15.00 Uhr Anmeldung

16.00 Uhr Begrüßung: Museumsdirektor Dirk Zache
Einführung: Dr. Eckhard Schinkel, LWL-Industriemuseum

Panel 1: Helden-Dispositive - Eckpunkte der Moderne
Moderation: Dr. Eckhard Schinkel

16.30 Uhr Prof. Dr. Uwe Hasebrink: Medien-Helden und europäische Öffentlichkeiten

17.10 Uhr Prof. Dr. Ulrike Brunotte: Helden des Todes. Enthusiastisches Sterben, Opfer und Krieg um 1900

17.50 Uhr Pause / Informeller Empfang; Fortsetzung der Anmeldung

19.00 Uhr Öffentliche Abendveranstaltung

Grußwort: Maria Seifert, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe

Das Helden-Projekt - der Beitrag des LWL-Industriemuseums für die "Ruhr 2010. Kulturhauptstadt Europas": Dietmar Osses, MA (Projektleiter; LWL-Industriemuseum)

19.30 Uhr Vortrag von Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer: Triumph und Tod des Helden. Heroenkult und (Selbst-)Zerstörung in der NS-Zeit.

Ab 20.30 Uhr Ausklang Imbiss

Zweiter Tag: Donnerstag, 25. September 2008

8.45 Uhr Fortsetzung Anmeldung

Panel 2: Identitäts-Bildung I - Individuum und Gesellschaft
Moderation: Dr. Eckhard Schinkel

9.15 Uhr PD Dr. Christian Schneider: Wozu Helden?

9.55 Uhr Prof. Dr. Heinz Dieter Kittsteiner: "Heroische Moderne" - ein Epochen-Begriff?

10.35 Uhr Kaffeepause

Panel 3 : Identitäts-Bildung II - Gender, Konfession, Konflikt
Moderation: Dr. Dagmar Kift

10.55 Uhr Prof. Dr. Sylvia Schraut: Helden im Schatten der Nation - Der Zusammenhang von Heldendefinitionen, Geschlecht und Konfession (18. bis frühes 20. Jh.)

11.35 Uhr Prof. Dr. Peter Burschel: Glaubenshelden

12.15 Uhr Prof. Dr. Beatrice Heuser: Der Krieger-Held in den postmodernen Demokratien Europas

13.00 Uhr Mittagspause

Panel 4 : Konstruktionsorte - Geschichte, Kollektives Gedächtnis, Neue Medien
Moderation: Anja Kuhn, MA

14.00 Uhr Prof. Dr. Anja Klöckner: An ihren Feinden sollt ihr sie erkennen. Zur Konstruktion von Held und Antiheld in griechischen Mythenbildern

14.40 Uhr Prof. Dr. Monika Schmitz-Emans: Literarische Heroen und ihre Darstellung im Comic - Reflexionen über Helden und Heldentum in gezeichneten Versionen von "Moby Dick"

15.20 Uhr Kaffeepause

15.40 Uhr Prof. Dr. Christoph Jamme: Postmoderner Held oder Antiheld?

16.20 Uhr Dr. Jürgen Schmidt: Stolz auf das Geleistete - aber ein Held? Umschreibungen und Aneignungen des "Heldenhaften" in Arbeitserfahrungen und im politischen Engagement der Arbeiterschaft um 1900

17.00 Uhr Prof. Dr. Stefan Goch: Heldenhafter Widerstand der Ruhr-Arbeiterschaft gegen das NS-Regime?!

bis 17.40

Dritter Tag: Freitag, 26. September 2008

Panel 4 : Konstruktionsorte - Geschichte, Kollektives Gedächtnis, Neue Medien (Fortsetzung)

9.15 Uhr Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink: Die Helden der Kinder und Jugendlichen

9.55 Uhr JProf. Dr. Christoph Klimmt: Helden-Maschine für daheim: Das Recycling überkommener Heldenvorstellungen in Computerspielen zum Zweck der Unterhaltung

10.35 Uhr Kaffeepause

Panel 5 : Prägnanz und Pluralisierung - Helden im Alltag
Moderation: Dr. Olaf Schmidt-Rutsch

10.55 Uhr Dr. Sigrid Ruby: Heldinnen - Heroinen - kämpfende Frauen: Diagnose eines Rollenbildes in der zeitgenössischen Kunst am Beispiel von Bettina Rheims' "Héroïnes"

11.35 Uhr Dr. Eckhard Schinkel: "Deutschlands Geisteshelden": Anselm Kiefers Auseinandersetzung mit einem deutschen Topos

12.15 Uhr Mittagspause

13.20 Uhr Dr. Silke Meyer: Helden des Alltags

14.00 Uhr Prof. Dr. Christiane Eisenberg: Der deutsche Sportheld

14.40 Uhr Abschluss-Diskussion

15.00 Uhr Ende der Tagung



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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