LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 28.08.08

Foto zur MitteilungEin 60-Tonnen-Mobilkran setzte den 12,5 Tonnen schweren Waggon im LWL-Ziegeleimuseum wieder auf die Schienen.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Endstation einer Zeitreise

Eisenbahnwaggon kehrt ins LWL-Ziegeleimuseum zurück

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Lage (lwl). Zwei Jahre war das Gleisstück verwaist, jetzt kehrte der 4. Klasse-Waggon ins LWL-Ziegeleimuseum zurück. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ließ ihn am heutigen Donnerstag (28.8.) vom Gut Herberhausen in Detmold, wo das 120 Jahre alte Exponat restauriert wurde, zurück an seinen Bahnsteig im Industriemuseum in Lage transportieren.

Die Witterung hatte dem 1898 gebauten Waggon schwer zugesetzt. Die Fenster waren nicht mehr richtig dicht, Wasser tropfte durch das Dach und auch die Blechverkleidung rostete an einigen Stellen. Zudem waren im Laufe der Geschichte verschiedenen Umbauten und Veränderungen am Waggon durchgeführt worden. Zum Beispiel hatte man in den 1980er Jahren eine Dampfheizung eingebaut und die ursprüngliche Gasbeleuchtung durch Glühlampen ersetzt. Nach der Restaurierung bei der "euwatec gGmbH" - Träger von Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekten für arbeitslose Jugendliche und langzeitarbeitslose Erwachsene in Ostwestfalen-Lippe - präsentiert sich der Waggon jetzt wieder in der Ausstattung von 1910.

Wie sich bei den Arbeiten herausstellte, war das Fahrzeug ursprünglich in ein 4. Klasse- und ein 3. Klasse-Abteil unterteilt. Um diesen Zustand wiederherzustellen, arbeiteten 15 Mitarbeiter zwei Jahre und vier Monate lang - dreimal die Woche - an dem Waggon. Nun ist das Fahrgestell komplett entrostet, grundiert und lackiert. Die Außenbleche des Wagenkastens sind neu, genauso wie die Fenster aus Eichenholz. Das Dach wurde gedeckt, die Oberlichter in ihren Ursprungszustand versetzt und mit satinierten Scheiben versehen. Der komplette Wagenkasten ist jetzt dicht und erstrahlt in neuen Farben: Die 3. Klasse kann man schon von außen an ihrem Braunton erkennen, die 4. Klasse glänzt in Grau.

Der Geschäftsführer der "euwatec", Gerd Schmidt-Wittenbrink, freut sich über das gelungene Projekt: "Wir hatten damit die Möglichkeit, erwerbslose Menschen in den Bereichen Metalltechnik und Holzverarbeitung zu schulen. Sie konnten alte Fähigkeiten auffrischen und sich für den Arbeitsmarkt fit machen."

Ein 60-Tonnen-Mobilkran hatte den 12,5 Tonnen schweren Waggon am Donnerstag auf einen Sattelschlepper gehoben, der am Vormittag von Detmold nach Lage fuhr. Einige Restarbeiten müssen jetzt vor Ort erledigt werden. Unter anderem fehlen außen noch die Zierlinien und die Beschriftung. Auch der Innenraum muss noch fertig gestellt werden. Die Türen werden bearbeitet und die Bänke, die schon fertig sind, müssen eingebaut werden.
Wenn alles komplett ist, wird der Waggon wieder in die Ausstellung über die Lippischen Wanderziegler integriert. Die kleinen Museumsbesucher können dann auch wieder auf "Zeitreise ins Zieglerleben" gehen. Für dieses museumspädagogische Programm dient der Waggon als "Zeitschleuse", die die Kinder als Schüler betreten und als Ziegler verlassen, um für ein paar Stunden ein ganz anderes Leben zu leben. Anne Wieland vom LWL-Ziegeleimuseum verspricht: "Ab dem Sommer 2009 starten wir unsere Programme im sanierten Waggon." Aber zunächst beendete das 120 Jahre alte Exponat am Donnerstag erst einmal seine eigene Zeitreise mit der Endstation LWL-Ziegeleimuseum in Lage.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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