LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 06.08.08

Foto zur MitteilungBei der Mitmachausstellung "Achtung Ausgrabung!" kann jeder einmal selbst arbeiten wie ein Archäologe und Funde bestimmen.
Foto: Stefan Kuhn.


Foto zur MitteilungAuch die großen Besucher dürfen selbst zu Schaufel und Pinsel greifen und als "Archäologen für einen Tag" Funde aus Knochen, Keramik, Metall oder Holz bergen.
Foto: Stefan Kuhn


Foto zur MitteilungIm sogenannten Maus-Raum warten archäologische Sachgeschichten aus der "Sendung mit der Maus" auf die Besucher, zum Beispiel Kleidung aus der Steinzeit oder eine Legion aus der Varusschlacht - 6.000 Playmobil-Legionäre.
Foto: LWL/Mosch.


Foto zur MitteilungDieser aufwendig verzierte Kegel aus reinem Gold ist fast 3.000 Jahre alt. In der Mitmachausstellung in Herne steht er für den Mythos von der Archäologie als Schatzgräberei.
Foto: Museum für Vor- und Frühgeschichte, Berlin/Plamp


Foto zur MitteilungDiese Pfeil- und Harpunenspitzen aus Feuerstein wurden in Oelde ausgegraben. Sie zeigen, wie die Menschen vor bis zu 10.000 Jahren gejagt haben.
Foto: LWL/Brentführer.


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Presse-Infos | Kultur

Mitmachausstellung "Achtung Ausgrabung!" in Herne hatte bisher 86.000 Besucher

Noch bis Sonntag geöffnet

Bewertung:

Herne (lwl). 86.000 Besucher haben bisher die Mitmachausstellung "Achtung Ausgrabung!" des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Herne besucht. Im LWL-Museum für Archäologie wird am Sonntag (10.8.) die Ausstellung, veranstaltet gemeinsam mit den Partnern WDR, der MAUS OLEUM Ausstellungsgesellschaft und dem Rheinischen Landesmuseum Bonn des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), zuende gehen.

"Jeder konnte auf der authentischen Ausgrabungsfläche und im Werkstattbereich die spannende Arbeit eines Archäologen nachempfinden. Ein solches Ausstellungskonzept war für uns eine vollkommen neue Erfahrung und ich freue mich, wie gut es von den jungen, aber auch von den älteren Besuchern angenommen wurde," erklärt Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock.

Seit dem 1. November 2007 warnte der Ausstellungstitel "Achtung Ausgrabung!" vor zu feiner Sonntagskleidung beim Museumsbesuch. Denn Besucher dürfen selbst zu Schaufel und Pinsel greifen und als "Archäologen für einen Tag" Funde aus Knochen, Keramik, Metall oder Holz bergen und bestimmen.

Im sogenannten Maus-Raum warten archäologische Sachgeschichten aus der "Sendung mit der Maus" auf die Besucher, zum Beispiel Kleidung aus der Steinzeit oder eine Legion aus der Varusschlacht - 6.000 Playmobil-Legionäre. Einblicke in vier aktuelle westfälische Ausgrabungen in Dortmund, Borken, Castrop-Rauxel (Kreis Recklinghausen) und Hagen ergänzen die Ausstellung.

Die 800 Quadratmeter große Ausstellungshalle im LWL-Museum für Archäologie verwandelt sich in ein authentisches Grabungsfeld mit der angeschlossenen Forscherwerkstatt. Besucher entdecken mit Pinsel, Kelle, Messlatte und Zeichenstift die Spuren der Vergangenheit. In einem großen Werkstattbereich sortieren, untersuchen und bestimmen sie ihre Fundstücke, die dann zur Aufbewahrung ins Magazin wandern.

Mythos Archäologie
Das Ausstellungsteam des LWL-Museums stellt an den Anfang der Ausstellung Bilder und archäologische Funde, die den Gegensatz zwischen Mythos und Realität der Archäologie symbolisieren: Indiana Jones und Heinrich Schliemann stehen einem heutigen Grabungsteam gegenüber. Ein fast 3000 Jahre alter, prächtiger "Goldhut", über den man sehr wenig weiß, weil seine Fundumstände ungeklärt sind, steht zum Beispiel kleinen Feuersteingeräten und Knochen aus dem neunten Jahrtausend vor Christus gegenüber.

Die ausgiebige Untersuchung von deren Fundumständen gibt spannende Einblicke in die Lebensumstände der Menschen vor 10 000 Jahren, zum Beispiel was sie gegessen und wann sie sich an diesem Lagerplatz aufgehalten haben. Auf den ersten Blick unscheinbare Objekte können bei richtiger Bergung und Analyse mehr Informationen über das Leben in früheren Zeiten beinhalten, als Goldfunde ohne Kontext.

Aktuelle Ausgrabungen in Westfalen
Was während einer Ausgrabung passiert, zeigt die Ausstellung an vier aktuellen Beispielen in Westfalen.

In Borken gräbt die LWL-Archäologie für Westfalen Siedlungen aus der Zeit von 500 v. Chr. bis in die frühe Neuzeit aus. Sie liegen auf der Trasse der zukünftigen Bundesstraße 67n.

In der Flur Ickern in Castrop-Rauxel (Kreis Recklinghausen) liegen die Überreste eines etwa 2000 Jahre alten Gehöfts. Bis Mitte 2009 haben die LWL-Archäologen Zeit für die Untersuchung der zehn Hektar großen Fläche, bevor die Emschergenossenschaft hier ein Hochwasser-Rückhaltebecken baut.

In Dortmund-Hörde untersucht die Stadtarchäologie Dortmund die Hörder Burg und ihr Umfeld. Denn das gesamte Industriegelände, in dem die im 12. Jahrhundert gegründete Burg heute liegt, wird zu einem Naherholungsgebiet umgewandelt.

In der Blätterhöhle in Hagen-Holthausen haben Höhlenforscher im Jahre 2004 menschliche Knochen entdeckt. Die ältesten sind über 10.000 Jahre alt und gehören damit zu den frühesten Nachweisen des anatomisch modernen Menschen in Westfalen. Nun wird die Blätterhöhle unter Leitung des Historischen Centrums Hagen systematisch untersucht.

Öffnungszeiten:
- noch bis Sonntag, 10.8.2008:
Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr
Geschlossen am 24., 25., 31.12. und am 1.1.

Kosten:
Eintrittspreise:

Mitmachausstellung "Achtung Ausgrabung!": Erwachsene 3,50 Euro, 6- bis 17-Jährige 2 Euro, Familien 8 Euro.
Dauerausstellung: Erwachsene 3,50 Euro, 6- bis 17-Jährige 2 Euro, Familien 8 Euro.
Kombiticket: Erwachsene 5 Euro, 6- bis 17-Jährige 3 Euro, Familien 12 Euro.

LWL-Museum für Archäologie, Europaplatz 1, 44623 Herne, Tel. 02323 94628-0, www.lwl-landesmuseum-herne.de.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Telefon: 0251 591-235 und Stefanie Mosch, Tel.: 0251 5907-264
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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