LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 04.08.08

Presse-Infos | Kultur

Werkstattgespräch im LWL-Industriemuseum mit dem Fotografen Berthold Socha

Ruhrgebietsindustrie zwischen Abriss und Denkmal

Bewertung:

Bochum (lwl). Zu einem Werkstattgespräch und einer Führung mit dem Fotografen Berthold Socha lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 10. August, um 16 Uhr in sein Industriemuseum Zeche Hannover ein. Dort läuft aktuell die Ausstellung "Zwischenstand. Ruhrgebietsindustrie zwischen Abriss und Denkmal" mit Bildern Sochas aus den frühen 1980er Jahren. Die traditionelle Schwerindustrie ist in jener Zeit auf dem Rückzug. Eisenhütten, Kokereien und Zechen liegen brach und warten auf den Abriss: Mächtige Rohre ragen in den Himmel, die abgeschnittenen Enden klaffen als offene Wunden. Wie ein freigelegtes Herz wirken die Reste des Hochofens des Schalker Vereins in Gelsenkirchen kurz vor dem Abriss.

Momente, die der Fotograf Berthold Socha auf Schwarzweiß-Filme gebannt hat. Seine Bilder spiegeln eine wichtige Epoche des Industriezeitalters zwischen Abbruch und Umnutzung, jedoch nicht rein dokumentarisch sondern mit dem Blick des Künstlers. Berthold Socha "Die Orte enthielten ein ungeheures Potential an Formen und Strukturen. Die Aufnahmen wurden teilweise direkt vor dem Abriss gemacht und sind vielleicht die einzigen, die es überhaupt gibt."

Die Führung am Sonntag ist kostenlos. Weiteres Angebot zur Ausstellung: Do, 11. September, 18 Uhr: Fotografie - Woher? - Wohin? Vortrag und Führung mit Berthold Socha



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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