LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 09.06.08

Foto zur MitteilungVor 100 Jahren wurde das Kurhaus Bad Oeynhausen eingeweiht, zum Jubiläum zeichnet der LWL es als Denkmal des Monats aus.
Foto: Rico Quaschny, Bad Oeynhausen


Foto zur MitteilungDas langgestreckte Kurhaus Bad Oeynhausen erinnert an ein Barockschloss, der Mittelbau mit seiner repräsentati-ven Vorhalle gibt ihm eine besondere Note.
Foto: Rico Quaschny, Bad Oeynhausen


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Presse-Infos | Kultur

Königliches Kurhaus Bad Oeynhausen wurde Materiallager, Casino und ist heute Varieté

Zum 100. Jubiläum LWL-Auszeichnung als Denkmal des Monats

Bewertung:

Bad Oeynhausen (lwl). Vor 100 Jahren weihte Staatsminister Dr. Delbrück das Kurhaus in Bad Oeynhausen ein. Weil der Kaiser verhindert war, übernahm der Staatsminister diese Aufgabe. Dieses Jubiläum hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zum Anlass genommen, den neubarocken Monumentalbau als Denkmal des Monats Juni auszuzeichnen.

Nachdem das erste Kurhaus von 1851 um die Jahrhundertwende für den erheblich vergrößerten Kurbetrieb zu klein geworden war, hatte man sich zu einem Neubau entschlossen, mit dem 1905 begonnen wurde. Der Entwurf stammte von Bauinspektor Beck vom Oberbergamt Dortmund, die Ausführung lag in den Händen von Landbauinspektor Jakob Schrammen. Das prachtvolle Gebäude wurde am Südende des Kurparks auf dessen höchstem Punkt errichtet.

'Der langgestreckte, wie ein Barockschloss anmutende Baukörper, wird durch einen erhöhten Mittelpavillon für die repräsentative Vorhalle akzentuiert. Dahinter liegt, durch eine Wandelhalle mit farbigen Glaskuppeln verbunden, der neobarocke Konzertsaal. Elegante Gesellschaftsräume wie Wintergarten, Herrenzimmer, Billardzimmer, Lesesaal, Damenzimmer, Rauchzimmer und ein Restaurant vervollständigten das Angebot für den Erholung und Zerstreuung suchenden Kurgast der wilhelminischen Zeit', so LWL-Denkmalpflegerin Dr. Barbara Pankoke.
Die damalige Chronik von Bad Oeynhausen vermerkte selbstbewusst, dass das mit Goldschmuck überladene Wiesbadener Kurhaus, das im Vorjahr (1907) eröffnet worden war, nicht mit dem 'mit feinstem Geschmack' ausgeführten Kurhaus von Bad Oeynhausen zu vergleichen sei.

Während der britischen Besatzungszeit diente das Kurhaus als Magazin und Lager. Erst 1953 wurde es freigegeben, renoviert und seither wieder als Kurhaus genutzt.
Den von Flügelbauten umgebenen 4.400 Quadratmeter großen Konzertgarten, der ursprünglich dem Kurhaus vorgelagert war, gab man in der Nachkriegszeit auf. Der Kurhausvorplatz wurde im Rahmen der modernen Umgestaltung des Kurparks in den 1950er und 1960er Jahren von dem Kasseler Gartenarchitekten Hermann Mattern verändert. Die in die Jahre gekommene Platzgestaltung wurde 2007 mit dem Abbruch der nicht denkmalwerten Flachdachpavillons der 1960er Jahre vor dem Westflügel in einem ersten Schritt beseitigt. Die Neugestaltung des Platzes wird in nächster Zeit beginnen.

Auch das Kurhaus wurde im Laufe der Zeit unterschiedlich genutzt und entsprechend verändert: 1978 bis 1980 richtete der kürzlich verstorbene Münsteraner Architekt Prof. Harald Deilmann im Ostflügel ein modernes Spielcasino ein. Nachdem das Casino 2002 aufgegeben wurde, führt das Varieté GOP das ehemalige königliche Kurhaus als 'Kaiserpalais' weiter. Ein Tanzlokal und ein Restaurant ergänzen das Angebot.

Am diesjährigen Tag des offenen Denkmals, am 14. September, wird Dr. Barbara Pankoke auf Einladung des Arbeitskreises für Heimatpflege der Stadt Bad Oeynhausen e.V. vor Ort einen Vortrag zum Thema '100 Jahre Kurhaus Bad Oeynhausen' halten.
Pressekontakt: Markus Fischer, Tel.: 0251 591-235



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