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Mitteilung vom 08.05.08

Foto zur MitteilungBildmotiv aus der Ausstellung "Ich integriere mich von frühmorgens bis spätabends ...".
Foto: Herminde Oberück


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Presse-Infos | Kultur

"Ich integriere mich von frühmorgens bis spätabends..."

Wanderausstellung macht Station im LWL-Ziegeleimuseum Lage

Bewertung:

Lage (lwl). Über "Menschen mit Migrationshintergrund" wird heute viel diskutiert. Hinter diesem Sammelbegriff stecken Menschen mit sehr verschiedenen Biografien und Erfahrungen: Arbeitsmigranten, russlanddeutsche Zuwanderer, Heimatvertriebene, junge und alte Menschen, Frauen und Männer. Sie kommen in einer Wanderausstellung mit Fotoporträts und Texten zu Wort, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 11. Mai, um 11 Uhr in seinem Ziegeleimuseum in Lage eröffnet. "Ich integriere mich von frühmorgens bis spätabends..." - so der Titel der Schau - porträtiert Menschen, die zwischen 1946 und heute in Westfalen angekommen sind und einen neuen Anfang machen mussten.

Entwickelt hat sich die Ausstellung aus einer Kooperation des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Lübbecke e.V. mit dem Projekt IdEAL des Deutschen Roten Kreuzes im Altkreis Lübbecke. Im Mittelpunkt stand dabei die Begegnung von jugendlichen und erwachsenen Zuwanderern, die in Interviews von ihrer Herkunft, ihrer Ankunft und ihren Bemühungen um Neuorientierung berichteten.

Jenseits der gesellschaftlichen Debatte über die Integrationsproblematik möchten die Ausstellungsmacherinnen - die Bielefelder Fotografin Hermine Oberück und die Mindener Kulturmanagerin Gertraud Strohm-Katzer - vor allem auf Erfahrungen, Stärke, Mut und Energie der portraitierten Menschen verweisen.

Das LWL-Industriemuseum ist die fünfte Station der Ausstellung "vom Ankommen und Wegmüssen", die in das Themenjahr "Mobilität" der Museumsintiative in OWL eingebunden ist. Bei ihrer Wanderung nimmt die Schau jeweils neue Porträts und Texte auf und macht weitere Aspekte des vielschichtigen Gesamtphänomens Zuwanderung sichtbar. Dieses offen angelegte Ausstellungskonzept soll verdeutlichen, dass auch der lokale Hintergrund eine Rolle dabei spielt, ob und in welcher Form ein neuer Anfang gelingt.

"Das bedeutet für die Besucher der Ausstellung, über den lokalen Bezug eine unmittelbare Verbindung zum Thema herstellen zu können", erläutert Museumsleiter Willi Kulke. So sind im LWL-Ziegeleimuseum Lage auch Porträts von Menschen aus der Region Lage und Augustdorf vertreten.
Den musikalischen Rahmen der Ausstellungseröffnung am 11. Mai um 11 Uhr gestaltet der Saxophonist Thomas Schweitzer. Gäste sind herzlich willkommen.

"Ich integriere mich von frühmorgens bis spätabends"
Vom Wegmüssen und Ankommen
11. Mai bis 20. Juli 2008
LWL-Industriemuseum Ziegeleimuseum in Lage
Sprikernheide 77 · 32791 Lage
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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