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Mitteilung vom 16.04.08

Presse-Infos | Maßregelvollzug

LWL-Forensik Herne nimmt organisatorische Formen an

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Münster/Herne (lwl). Wichtige Weichen für die Organisation der künftigen LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne hat am Mittwoch (16.4.08) in Münster der Gesundheits- und Krankenhausausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gestellt. So soll die ärztliche Leitung der Klinik für 90 psychisch kranke Straftäter mit einer Professur für forensische Psychiatrie an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) verknüpft werden.

Damit wäre die voraussichtlich 2010 in Betrieb gehende Herner Klinik die erste der bislang fünf forensischen LWL-Krankenhäuser mit einer eigenen wissenschaftlichen Hochschulanbindung.

Die LWL-Politiker stimmten außerdem dafür, die neue Klinik wie die anderen forensischen Kliniken des LWL auch als eigenständige Einrichtung mit eigener ärztlicher und pflegerischer Leitung zu führen. Die Verwaltungsleitung wird in Personalunion der Kaufmännische Direktor der beiden allgemein-psychiatrischen LWL-Kliniken in den Nachbarstädten Herten und Bochum übernehmen. Diese Anbindung an einen bestehenden Dienstleistungsbereich soll wirtschaftliche Vorteile durch die Nutzung von Synergieeffekten bringen, hieß es.

Durch die Verknüpfung der ärztlichen Führungsposition mit einer Professur an der Ruhr-Universität Bochum werde der forensische Standort Herne in zweierlei Hinsicht aufgewertet, sagte LWL-Gesundheitsdezernent Tilmann Hollweg: "Die akademische Anbindung steigert die Attraktivität der ärztlichen Führungsposition. Dies wird uns sicher helfen, qualifiziertes Personal auch für die nachgeordneten Positionen auf dem derzeit so gut wie leergefegten Ärztemarkt zu gewinnen."

Eine kontinuierliche forensische Begleitforschung sei zudem eine wichtige Voraussetzung für die Qualitätssicherung des Maßregelvollzuges, so Hollweg weiter. In Nordrhein-Westfalen sei die forensische Forschung bisher mit nur einem Lehrstuhl an der Universität Duisburg-Essen (Prof. Dr. Norbert Leygraf) wissenschaftlich vertreten. "Eine Professur am RUB-Lehrstuhl für Psychiatrie unter Prof. Dr. Georg Juckel von der LWL-Klinik Bochum kann mit weiteren Forschungsschwerpunkten dazu beitragen, die Wirksamkeit von Therapie zu verbessern", erklärte Hollweg.



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