LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 02.04.08

Foto zur MitteilungDortmund-Hörde. Blick über einen Teil der Ausgrabungsfläche an der Hörder Burg. Zu erkennen sind mehrere Mauerzüge von Gebäuden unterschiedlicher Zeitstellung sowie ein Schacht aus der Stahlwerkszeit. Im Hintergrund ist die riesige Baustelle des künftigen Phoenix-Sees zu sehen.
Foto: Denkmalbehörde/ Stadtarchäologie Dortmund.


Foto zur Mitteilung"Grab mal! Frag mal! Schau mal!" In diesem Programm treten die jungen Teilnehmer selbst in die Fußstapfen der Archäologen und führen eine Ausgrabung durch. Dabei stoßen sie auf seltsame Dinge, die sie in der Werkstatt gemeinsam untersuchen.
Foto: Stefan Kuhn.


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Presse-Infos | Kultur

Familiensonntag im LWL-Museum für Archäologie in Herne

Archäologie zum Anfassen: Die Ausgrabungen auf der Hörder Burg in Dortmund

Bewertung:

Herne/Dortmund (lwl). Am ersten Sonntag im April (6.4.) steht der Familiensonntag im LWL-Museum für Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) im Zeichen der Ausstellung "Achtung Ausgrabung!". Um 15 Uhr stellt der Archäologe Dr. Dieter Lammers die aktuelle Großgrabung in Dortmund-Hörde vor. Kinder von acht bis zwölf Jahren erarbeiten sich um 14 und um 16 Uhr unter dem Motto "Grab mal! Frag mal! Schau mal!" ein Ausgräber-Diplom. Parallel hierzu können die Erwachsenen an einem Rundgang durch die Mitmachausstellung teilnehmen.

Unter dem Motto "Archäologie zum Anfassen" stellt der Dortmunder Archäologe Dr. Dieter Lammers um 15 Uhr die aktuelle Ausgrabung der Hörder Burg in Dortmund-Hörde vor. Die archäologischen Untersuchungen der Hörder Burg zeigen, dass an dem Gebäude selbst und dem umgebenden Gelände die Baugeschichte der Burg seit dem 12. Jahrhundert bis heute ablesbar ist. Bevor auf dem Areal der Phoenix-See entsteht, führt die Stadtarchäologie Dortmund hier eine Großgrabung durch, die zur nahezu vollständigen archäologischen Untersuchung der mittelalterlichen Niederungsburg führen wird.

Die aktuellen Funde der Ausgrabung sind in der Mitmachausstellung zu sehen. Sie umfassen unter anderem Architekturfragmente, Tongefäße, Ofenkacheln, Schnallen aus Bronze und Eisen, bemaltes Fensterglas, Lederschuhe, Obstkerne, Tierknochen, Nuss-Schalen und Schlacke.

Was Archäologen sind und was sie machen, damit hat sich auch die Maus aus der "Sendung mit der Maus" beschäftigt. Beim Kinderprogramm "Grab mal! Frag mal! Schau mal!" um 14 und um 16 Uhr schauen sich die Acht- bis Zwölfjährigen Ausschnitte aus spannenden Sachgeschichten an. Erst einmal auf den Geschmack gekommen treten die jungen Teilnehmer selbst in die Fußstapfen der Archäologen und führen eine Ausgrabung durch. Dabei stoßen sie auf seltsame Dinge, die sie in der Werkstatt gemeinsam untersuchen. Am Ende winkt ein Ausgräber-Diplom.

Hintergrund:
Die Burg in Dortmund-Hörde hat eine lange Geschichte: Schon im 12. Jahrhundert erbauten die Herren von Hörde nahe der Emscher in der damals sumpfigen Landschaft einen steinernen Wohnturm. Durch wiederholte Auffüllungen stieg das Bodenniveau im Innenhof der Burg und im Turm in den folgenden Jahrhunderten um bis zu 3,50 Meter an. In diesen Schichten haben sich die älteren Struk-turen der Burg erhalten.

1297 kaufte Graf Eberhard von der Mark die Hörder Burg und baute sie zu einer Wasserburg aus. 1340 verlieh Konrad von der Mark dem nahen Dorf Hörde die Stadtrechte. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg zum Verwaltungssitz des Amtes Hörde. Nach kleineren Feuern im 13. und 14. Jahrhundert brannte die inzwischen mehrmals erweiterte Burg 1673 bis auf die Grundmauern nieder, wurde aber schon bald wieder errichtet. 1840 erwarb der Fabrikant Hermann Diedrich Piepenstock die Hörder Burg und errichtete auf ihrem Gelände ein Puddel- und Walzwerk. Zwischen 1894 und 1911 wurde die Burg Hörde schließlich zur Stahlwerksverwaltung umgebaut und erhielt ihre heutige Gestalt. Das Gebäude steht seit 1990 unter Denkmalschutz.

Termine:
Sonntag, 6. April 2008
- 15 Uhr "Archäologie zum Anfassen": Archäologe Dr. Dieter Lammers stellt die aktuelle Grabung in Dortmund-Hörde vor.
- 14 Uhr und 16 Uhr: "Grab mal! Frag mal! Schau mal!" - Programm für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren
- 14 Uhr und 16 Uhr: "Achtung Ausgrabung!" - Führung durch die Sonderausstellung
- 15 Uhr: "gesucht. gefunden. ausgegraben." - Führung durch die Dauerausstellung

Eine telefonische Anmeldung unter 02323 94628-0 während der Öffnungszeiten des LWL-Museums wird empfohlen.

Kosten:
Zu entrichten ist nur der Eintrittspreis:
Sonderausstellung "Achtung Ausgrabung!": Erwachsene 3,50 Euro, 6- bis 17-Jährige 2 Euro, Familien 8 Euro.
Dauerausstellung: Erwachsene 3,50 Euro, 6- bis 17-Jährige 2 Euro, Familien 8 Euro.
Kombiticket: Erwachsene 5 Euro, 6- bis 17-Jährige 3 Euro, Familien 12 Euro.

LWL-Museum für Archäologie, Europaplatz 1, 44623 Herne,
Tel. 02323 94628-0, www.lwl-landesmuseum-herne.de.
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Sams-tag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr
Geschlossen am 24., 25., 31.12. und am 1.1.



Pressekontakt:
Stefanie Mosch, Tel.: 0251 5907-264 und Frank Tafertshofer, Tel.: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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