LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 10.03.08

Foto zur MitteilungProtestkundgebung mit NRW-Ministerpräsident Heinz Kühn in Dortmund-Huckarde am 21. Oktober 1967.
Foto: Stiftung Bibliothek Ruhrgebiet


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Presse-Infos | Kultur

Filmrarität im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern: "Bringt Eure Köpfe mit!"

Begleitprogramm zur Ausstellung "Schichtwechsel"

Bewertung:

Dortmund (lwl). Am morgigen Dienstag, 11. März, präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Industriemuseum Zeche Zollern um 19.30 Uhr ein echte Filmrarität. Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung "Schichtwechsel. Die Kohlenkrise an der Ruhr" wird Paul Hofmann von der Kinemathek im Ruhrgebiet den 1968 gedrehten Film "'Bringt Eure Köpfe mit!' Das Ruhr-Revier nach dem Ende der Steinkohlenzeit" zeigen und fachkundig kommentieren.

Der Schwarz-Weiß-Film unter Regie von Wilhelm Bitdorf zeigt eine sozialkritische Momentaufnahme des Ruhrgebietes, das sich auf dem Höhepunkt der Kohlenkrise befindet. 1968 ist der dramatische Umbruch des Reviers. Tausende Bergleute sind arbeitslos, gerade ist die Zeche "Graf Bismarck" in Gelsenkirchen trotz saftiger Gewinne des Bergwerks gegen den heftigen Widerstand der Bevölkerung geschlossen worden. Schon stehen "Pluto" und "Hansa" zur Schließung an. Ein halbes Jahr zuvor ist Alfried von Krupp, der letzte Alleininhaber eines kränkelnden Industrie-Imperiums gestorben. Der Umbau der Bergwerke zur Einheitsgesellschaft Ruhrkohle AG steht bevor.

Mit harten Kontrasten zeichnet der Film die Gegensätze des Reviers nach, die nirgendwo so eng beieinander liegen wie hier. Schwarze Fahnen und Schweigemärsche neben flotten Modenschauen im Kumpel-Milieu. Jugendliche auf vergeblicher Suche nach Arbeitsplätzen, gleichzeitig Andrang in lärmenden Diskotheken. Arbeitslose beim Empfang ihres Stempelgeldes, während Zechendirektoren in großen Limousinen zum Deutschen Steinkohletag in Essen vorfahren. Oben und unten liegen nah beieinander. Wer bezahlt für die Krise? Arbeitslose Bergleute und Hüttenarbeiter geben Antworten.

Der Film erlebte seine Premiere erst zehn Jahre nach der Entstehung. Politisch unliebsame Szenen sorgten dafür, dass er sofort in den Archiven verschwand. Erst 1978 ist der knapp 60-minütige Film im Rahmen der Westdeutschen Kurzfilmtage in Oberhausen uraufgeführt worden.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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