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Mitteilung vom 14.11.07

Foto zur MitteilungLWL und LVR haben das Gutachten zu den Kulturlandschaften als Broschüre herausgegeben und ins Internet gestellt.
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Foto zur Mitteilung32 Kulturlandschaften haben die Lanschaftsexperten von LWL und LVR ausfindig gemacht.
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Presse-Infos | Kultur

Typische Stadtbilder und Landschaften mit klarem Charakter

LWL und LVR stellen Gutachten zu den Kulturlandschaften in NRW vor

Bewertung:

Dortmund (lwl). "Landschaft ist da, wo keine Stadt ist!" - Dass diese landläufige Einschätzung aus fachlicher Sicht so nicht zutrifft, zeigte die Tagung "Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen", die am Mittwoch (14.11.) im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund stattfand. Rund 150 Teilnehmer aus öffentlichen Verwaltungen und privaten Planungsbüros informierten sich über die Inhalte eines Gutachtens zu den Kulturlandschaften in Nordrhein-Westfalen, das die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR) im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums erarbeitet haben. Dieser bundesweit einzigartige Ansatz sorge dafür, dass die prägenden Kulturlandschaften der einzelnen Regionen in NRW künftig bei der Landesplanung berücksichtigt werden können, so das Fazit der Tagung.

LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch unterstrich die Bedeutung der Kulturlandschaft gerade in einem so dicht besiedelten Raum wie dem Land Nordrhein-Westfalen: "Die Kulturlandschaft stellt das Langzeitgedächtnis der Gesellschaft dar." Neben der Bewahrung der Eigenheiten der Kulturlandschaften müsse aber immer auch Raum für deren Weiterentwicklung geboten werden, führte Kirsch weiter aus. LVR-Direktor Udo Molsberger: "Die erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung ist ein planerischer Ansatz, um im Wettbewerb der Regionen die Attraktivität als Wohn-, Arbeits- und Erholungsraum in NRW zu steigern".

32 Kulturlandschaften wie das Tecklenburger Land, das West-, Kern- und Ostmünsterland, das Ruhrgebiet oder die Rheinschiene haben die Kulturlandschaftsexperten von LWL und LVR ausfindig gemacht. Sie beschreiben jede dieser Kulturlandschaften mit ihrem Landschaftsbild, der Besiedlung oder typischen Häuserformen und archäologischen Funden. Außerdem führen sie für jede Kulturlandschaft besondere Orte und bedeutsame Stadtkerne auf.

Michael Gaedtke, Gruppenleiter "Raumordnung und Landesplanung" im NRW-Wirtschaftsministerium, der das Gutachten entgegennahm, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis: "Hier haben die Landschaftsverbände nicht nur ein umfassendes Kompendium erarbeitet, das flächendeckend die ganze Vielfalt der nordrhein-westfälischen Kulturlandschaften zeigt". Vielmehr biete das Werk auch wichtige Handlungsempfehlungen, wenn die Belange der Kulturlandschaft in der Landesplanung berücksichtigt werden müssen. Ein derart umfassender Ansatz sei in dieser Form bisher bundesweit einzigartig. "Wir werden die Empfehlungen der Landschaftsverbände in die Landes- und Regionalplanung einfließen lassen", so Gaedtke.

Den Abschluss der Tagung bildete ein Beitrag von Gerd Wiesmann, Landrat des Kreises Borken, und Mitglied des Vorstands des Landkreistags Nordrhein-Westfalen, der die Chancen aufzeigte, die ein planerischer Umgang mit der Landschaft auf regionaler Ebene bietet.

Das Gutachten der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland steht auf den Internetseiten des LWL-Amtes für Landschafts- und Baukultur in Westfalen (www.lwl-landschafts-und-baukultur.de) zum Download bereit und kann dort auch in Broschürenform (124 Seiten mit CD) kostenlos bestellt werden.

Hintergrund
Das Land Nordrhein-Westfalen erarbeitet derzeit einen neuen Landesentwicklungsplan (LEP NRW). Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW hat LWL und LVR damit beauftragt, einen Kulturlandschaftlichen Fachbeitrag zu diesem neuen LEP NRW zu erarbeiten, um das Prägende der nordrhein-westfälischen Kulturlandschaften zu analysieren und die "erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung" in der Maßstabsebene der Landesplanung aufzugreifen.

Ergebnis der Arbeit der beiden Landschaftsverbände ist der "Kulturlandschaftliche Fachbeitrag zum Landesentwicklungsplan", der im Rahmen der Tagung präsentiert und in Teilbereichen detailliert vorgestellt und diskutiert wurde.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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