LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 07.11.07

Foto zur MitteilungPartnerschaften für eine gelungene Leseförderung.
Foto: LVR/Arend


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Presse-Infos | Jugend und Schule

Landschaftsverbände und Schulministerium fördern

mit der Initiative "Bibliothek und Schule" die Lesekompetenz

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Dortmund (lwl). Im Jahr 2005 haben die beiden Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR) gemeinsam mit dem NRW-Ministerium für Schule und Weiterbildung die Initiative "Bildungspartner NRW - Bibliothek und Schule" ins Leben gerufen. Nach zwei Jahren beteiligen sich bereits 40 Prozent der Kommunen, in denen es Bibliotheken gibt, an der Initiative. Landesweit arbeiten elf Prozent der Schulen systematisch mit den Bibliotheken vor Ort zusammen, um das Lesen als wichtige Kompetenz der Schüler zu fördern. Diese Zwischenbilanz zogen die drei Projektträger am Mittwoch (07.11.) im Rahmen der Tagung "Lesen.Lernen" in Dortmund.

Die Bildungspartnerschaften sollen aber auf Dauer nicht auf die beiden Partner Schule und Bibliothek beschränkt bleiben. "Wir wollen, dass Schulen systematisch mit weiteren Bildungs- und Kulturanbietern wie Volkshochschulen oder Museen zusammenarbeiten. Deshalb geht vom Kongress der Aufruf aus, vor Ort ein dichtes Netz von Bildungspartnerschaften zu knüpfen", so Dr. Markus Köster, Leiter des LWL-Meidienzentrums für Westfalen.
700 Teilnehmer aus Politik, Schule, Bibliotheken, Medienzentren und kommunalen Kultur- und Schulverwaltungen nutzten die Tagung zum berufsübergreifenden Dialog. In 22 praxisorientierten Seminaren, Vorträgen und Präsentationen holten sich die Teilnehmer Anregungen für Kooperationen und Ideen für Leseförderung und Medienbildung.

In seiner Eröffnungsrede bekräftigte Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff die gemeinsame Verantwortung aller gesellschaftlichen Gruppen für den gesamten Erziehungs- und Bildungsprozess. Die positiven Erfahrungen mit der Initiative "Bildungspartner NRW Bibliothek und Schule" gebe nun den Anstoß für weitere Bildungspartnerschaften mit den Volkshochschulen und Museen.

Die Bedeutung einer "Vernetzungskultur" aller kommunaler Bildungseinrichtungen unterstrich auch Bildungsforscher Prof. Rainer Lehmann von der Berliner Humboldt-Universität. "Nur in einem gemeinsamen Lernnetz mit der Bibliothek und weiteren kommunalen Bildungseinrichtungen könnten die Lern- und Leseschwächen vor allem von Kindern mit Migrationshintergrund erfolgreich bekämpft werden", so der international renommierte PISA-Experte.
LVR-Direktor Udo Molsberger verwies auf die Notwendigkeit lokaler Bildungsnetze, die für die soziale und besonders kulturelle Integration notwendig seien. Das schaffe "Lebensqualität für alle Menschen".

Ein überzeugendes Beispiel einer gelungenen Kooperation von Bibliothek und Schule zeigte die Klasse 8d des Heinrich-von-Kleist-Gymnasiums Bochum: Die Schüler sorgten mit einem selbst inszenierten Theaterstück für kulturelle Abwechslung.

Hintergrund: Bildungspartner NRW
Bildungspartner NRW ist eine Dachmarke der Medienberatung NRW, mit der die Vernetzung kommunaler Dienstleistungen mit Schulen gefördert, Kooperationsstrukturen unterstützt und die Qualität der Zusammenarbeit im Dialog weiterentwickelt wird. Im Kern geht es um die Wahrnehmung gemeinsamer Bildungsverantwortung durch das Land und die Kommunen. Die 2005 gestartete Initiative Bildungspartner NRW - Bibliothek und Schule ist bereits etabliert. Über 100 Kommunen folgen dem Konzept der systematischen Zusammenarbeit von Schulen und Bibliotheken.
Nach diesem Erfolgsmodell sind weitere systematische Bildungspartnerschaften mit kommunalen Partner auf dem Weg oder in Vorbereitung, darunter "VHS und Schule", "Medienzentrum und Schule" sowie "Kommunale IT und Schule".



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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