LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 18.10.07

Foto zur MitteilungZum 250. Geburtstag des Freiherrn von und zum Stein hat der LWL seinen Film über den Vater der kommunalen Selbstverwaltung als DVD herausgebracht.
Foto: LWL-Medienzentrum/Bahl


Foto zur MitteilungStartseite der neuen LWL-Website "Freiherr vom Stein".
Foto: LWL


Foto zur MitteilungWir bringen den Stein ins Rollen - Das Logo des Projekts "Stein mobil".
Copyright: LWL-Kulturstiftung


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Presse-Infos | Kultur

Drei Geburtstagsgeschenke für den Freiherrn von und zum Stein

LWL erinnert mit DVD, Website und Schulprojekt an den Reformer

Bewertung:

Münster (lwl). Am 26. Oktober jährt sich die Geburt des Freiherrn von und zum Stein zum 250. Mal. Gleich mit drei Geschenken gratuliert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) dem Vater der kommunalen Selbstverwaltung zum Geburtstag: Das LWL-Landesmedienzentrum hat den historisch-biografischen Film "Hier bin ich also in Westphalen angekommen..." jetzt auch auf DVD herausgegeben. Der Film lässt das ereignisreiche Leben des Reformers und Politikers Revue passieren. Eine eigene Website mit vertiefenden Informationen über den Reformer schaltet das LWL-Institut für Regionalgeschichte in seinem Inernet-Portal "Westfälische Geschichte" (www.westfaelische-geschichte.de ) am 18. Oktober frei. Außerdem geht das "Stein-Mobil", das Schülern die Themen Bürgerbeteiligung und kommunale Selbstverwaltung näher bringt, in die Verlängerung. Schulen in ganz Westfalen-Lippe können das Angebot noch bis Ende Dezember buchen.

Worin Steins Bedeutung im Einzelnen besteht, zeichnet die neue Website "Freiherr vom Stein" zu seinem Leben, Werk und Rezeption detailliert nach, die der LWL in sein Internet-Portal "Westfälische Geschichte" online gestellt hat. Neben einer umfangreichen Biografie und Chronologie Steins mit zahlreichen Bildmaterialien finden Interessierte hier unter anderem eine rund 1.250 Titel umfassende Bibliografie, die Inhaltsverzeichnisse der Stein-Ausgaben, ein Verzeichnis von Stein-Denkmälern im In- und Ausland sowie ausgewählte und kommentierte Quellen und Literatur zu Stein. Ein Informationstext gibt zudem einen Überblick über Steins wichtigstes Werk, die Städteordnung, die auch im Original mit allen Gesetzestexten zum Angebot gehört. Die Website des LWL-Institutes für westfälische Regionalgeschichte stellt weitere Original-Materialien zur Verfügung wie die Protokolle der ersten drei Westfälischen Landtage (1828 - 1831) oder die mehrbändige Biografie von Georg Heinrich Perts (entstanden 1850 bis 1855). Die Adresse lautet: www.reichsfreiherr-vom-stein.de.

Das Projekt "Stein mobil" möchte Wissen über den Begründer der modernen kommunalen Selbstverwaltung und seine Reformen vermitteln und gleichzeitig Jugendlichen zeigen, wie sie sich in der heutigen Lebenswelt politisch engagieren können. Jugendliche interessieren sich dann für Politik, wenn sie sich nicht nur als Zuschauer geduldet fühlen, sondern als Beteiligte ernst genommen werden. Deshalb besteht ein wichtiger Baustein des Projektes darin, dass Schüler aktiv als Sozialforscher und kritische Beobachter des kommunalpolitischen Geschehens tätig werden. Auf Wunsch vieler Schulen verlängert der LWL das Projekt bis zum 31. Dezember. Noch bis Ende 2007 können Lehrer der Fächer Politik, Sozialwissenschaften und Geschichte unter Tel.: 0251 8324270 die kostenlosen Einsätze fachlich und methodisch geschulter Teamer für ihren Unterricht buchen. Weitere Informationen zum Projekt, die komplette Unterrichtsreihe sowie ein Buchungsformular gibt es im Internet unter www.steinmobil.de.

Die ca. 30-minütige DVD "Hier bin ich also in Westphalen angekommen... Das Leben des Freiherrn Karl vom und zum Stein" ist im Museumsshop in Cappenberg und beim LWL-Medienzentrum für Westfalen (medienzentrum@lwl.org) zum Preis von 14,90 € erhältlich.

Hintergrund:
1757 als Sohn einer reichsunmittelbaren altadeligen Familie in Nassau an der Lahn geboren, trat der junge Stein noch zu Lebzeiten Friedrichs II. in preußische Dienste. Als hoher Beamter in den westlichen Provinzen an Rhein und Weser machte er bald Karriere.
In einer politisch unruhigen Zeit des Übergangs, in der die napoleonischen Armeen die überkommene Ordnung Europas ins Wanken brachten, rief ihn der König an die Spitze des Staates. Als leitender Staatsminister initiierte er jene Reformen, die bis auf den heutigen Tag die Voraussetzung für eine moderne Bürgergesellschaft in Deutschland bilden und eng mit seinem Namen verknüpft sind: Er befreite die Bauern, baute feudale Privilegien ab, er führte die Gewerbefreiheit ein und er entließ die Städte in die Eigenverantwortung.

Nach der politischen Neuordnung Deutschlands und Europas auf dem Wiener Kongress zog er sich ins Privatleben nach Westfalen zurück. Von seinem bei Lünen (Kreis Unna) gelegenen Alterssitz Schloss Cappenberg aus hat Stein als Mitbegründer des Westfälischen Provinziallandtages und erster Landtagsmarschall das neue politische Gebilde "Westfalen" ganz wesentlich mitgeformt. Er ist der Vater der landschaftlichen Selbstverwaltung, wie sie der LWL heute noch lebendig verkörpert.

Stein, der am 29. Juli 1831 im Alter von 74 Jahren auf Cappenberg starb, "war ein unermüdlicher Anreger voller Tat- und Gestaltungskraft. Ein in jeder Hinsicht Unbequemer und Unbeugsamer, der unberührt von Anfeindungen aufrecht einen geraden Weg ging. Ein weitsichtiger Modernisierer und ein Visionär mit geschichtlichem Bewusstsein. Ein Mann, dem gerade auch Westfalen viel verdankt", fasst LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch zusammen.



Pressekontakt:
Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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