LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 19.09.07

Foto zur MitteilungVerschwindet wegen der anstehenden Hallensanierung bald vorübergehend unter einem Holzkasten: die Fördermaschine von Siemens & Halske.
Foto: LWL/Holtappels


Foto zur MitteilungDie Grubenbahn fährt am Wochenende mit Museumsgästen rund um die Maschinenhalle.
Foto: LWL/Hudemann


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Presse-Infos | Kultur

"Power pur" im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

Maschinen zum letzten Mal vor der Hallensanierung in Betrieb

Bewertung:

Dortmund (lwl). "Power pur" verspricht der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den Besuchern des Industriemuseums Zeche Zollern am kommenden Wochenende (22. / 23. September). In der Maschinenhalle laufen an beiden Tagen zwischen 10 und 18 Uhr zum vorerst letzten Mal Fördermaschine, Umformer und Kompressor. Im Oktober schließt das Museum die Halle wegen der anstehenden Sanierung. Der LWL wird die Dortmunder "Ikone der Industriekultur" in den kommenden drei Jahren für insgesamt 6,9 Millionen Euro restaurieren.

Star im historischen Maschinenpark ist die 2.800 PS starke elektrische Fördermaschine der Firma Siemens & Halske von 1902/03 - die erste, die im deutschen Bergbau zum Einsatz kam. Mit Hilfe von ehrenamtlich Engagierten konnte das LWL-Industriemuseum den technischen "Dinosaurier" vor zwei Jahren wieder in Betrieb nehmen. Seine Kraft sorgt dafür, dass sich auf dem Fördergerüst am Wochenende wieder die Seilscheibe dreht. Anders als zur Betriebszeit der Zeche Zollern (1904-1966), als zwei Körbe mit Kohle oder Bergleuten hinab in den 462 Meter tiefen Schacht II bzw. von unten wieder hinauf fuhren, läuft das Seil als "Endlosschleife" heute über eine Umlenkrolle im Inneren des Fördergerüstes.

Ehrenamtliche und festangestellte Mitarbeiter des Museums fahren die Maschine am Wochenende mit einer Geschwindigkeit von neun Metern pro Sekunde - das entspricht in etwa der historischen Fördergeschwindigkeit. Sie setzen außerdem Licht- und Leonardumformer in Betrieb und simulieren an der marmornen Schalttafel das Freischalten einer Leitung ins zecheneigene Netz, das einst die Dortmunder Bergwerke mit Strom versorgte. Auch der Kompressor von 1903 läuft - er produzierte früher die Druckluft für den Maschinenantrieb unter Tage.

Besucher, die mehr erfahren möchten über Geschichte und Architektur der Zeche Zollern, können sich einer der beiden kostenlosen Sonntagsführungen um 11.30 Uhr und 12 Uhr anschließen. An beiden Tagen fährt außerdem die Grubenbahn mit jungen und jung gebliebenen Gästen ihre Runden rund um die Maschinenhalle.

Power pur - Vorführung aller restaurierten Maschinen in der Maschinenhalle
Sa / So, 22. / 23. September 2007, 10 - 18 Uhr

LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, Grubenweg 5, 44388 Dortmund
Eintritt: Erwachsene 3,50 €, Kinder 2 €, Familienkarte 8 €



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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