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Mitteilung vom 10.09.07

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Vom Bethaus zur Gottesburg

Vortrag im LWL-Industriemuseum über Kirchen als Zeugnisse von Industriegeschichte

Bewertung:

Dortmund (lwl). Als Kohle und Stahl ein Millionenheer von Zuwanderern in den "Goldenen Westen" lockten, erforderte die Seelsorge hier den Neubau von mehreren hundert Gotteshäusern. Damit stehen viele Kirchen im Ruhrgebiet auch für ein Stück Industriegeschichte. Beispiele stellt Dr. Thomas Parent, stellvertretender Direktor des LWL-Industriemuseums, in seinem Vortrag "Vom Bethaus zur Gottesburg" vor. Dazu lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag, 11.9.2007, in sein Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund ein. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr auf der Galerie in der Alten Werkstatt, wo das Museum derzeit historische Ansichtskarten von sakralen Bauten zeigt (bis 4.11.). Der Eintritt ist frei.

"In Architektur und Ausstattung vieler Kirchen spiegelt sich die Industriegeschichte des Ruhrgebiets facettenreich wider", so Parent. An die Bergbau-Tradition des Reviers erinnern z.B. Skulpturen der heiligen Barbara in mehreren Dortmunder Kirchen. In manchen Gotteshäusern blieben auch polnische Stifterinschriften erhalten - Zeichen dafür, dass um 1900 zahlreiche Katholiken polnischer Muttersprache in Dortmund lebten. Schließlich ist der wesentliche Baustoff der Kirchen reviertypisch: der rote Ziegelstein, der als besonders widerstandsfähig gegenüber saurem Regen und verschmutzter Luft galt.

Mit dem Zuzug tausender Menschen ins Revier entstanden aber nicht nur viele Kirchenneubauten. Gelegentlich wurden auch mittelalterliche Dorfkirchen durch Anbauten um ein Mehrfaches an Grundfläche erweitert. Parent: "Bevorzugt wurde zumeist der neugotische Stil, später folgten Jugendstil, Expressionismus und weitere Spielarten der Frühen Moderne."



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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